Analyse von Geschäftsmodell-Innovationen durch die digitale Transformation mit Industrie 4.0. - Salzburg Research Forschungsgesellschaft

Analyse von Geschäftsmodell-Innovationen durch die digitale Transformation mit Industrie 4.0.

Gerd Breitfuß, Katrin Mauthner, Markus Lassnig, Petra Stabauer, Georg Güntner, Michael Stummer, Michael Freiler, Andreas Meilinger (2017): Analyse von Geschäftsmodell-Innovationen durch die digitale Transformation mit Industrie 4.0. Band 3 der Studie im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms "Produktion der Zukunft". Salzburg / Wien.

Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden mit insgesamt 68 österreichischen Unternehmen qualitative Interviews geführt. Dabei wurden die Unternehmen hinsichtlich ihrer aktuellen und zukünftig geplanten Aktivitäten im Bereich Geschäftsmodellinnovationen untersucht. Ziel der vorliegenden Studie ist es, aufzuzeigen welche Geschäftsmodellmuster bereits Anwendung finden und mit welchen Herausforderungen die Unternehmen dabei konfrontiert werden.

Geschäftsmodellinnovationen

Es reicht heute nicht mehr, sich nur auf Produkt- und Prozessinnovationen zu konzentrieren. Ein Hinter-fragen des gesamten Geschäftsmodells einschließlich Organisation, Ressourcen und Partner wird immer wichtiger. Der Einbezug des Themas Digitalisierung auf strategischer Ebene ist dabei essenziell. Trotz der Vielzahl an Literatur zum Thema Geschäftsmodellinnovationen und digitale Transformation existieren kaum Methoden und Tools, um diese systematisch und durchgängig planen, entwickeln und umsetzen zu können. Da die Entwicklung tragfähiger neuer Geschäftsmodelle in der Regel mit einem hohen Grad an Unsicherheit einhergeht, empfiehlt sich eine Anlehnung an den Design Thinking Prozess als übergeordnete Systematik.

Geschäftsmodellmuster

Zahlreiche Forschungsergebnisse im Bereich Geschäftsmodellinnovationen haben gezeigt, dass über 90 Prozent aller Geschäftsmodelle der letzten 50 Jahre aus einer Rekombination von existierenden Konzepten entstanden sind. Im Zuge der vorliegenden Studie wurden diese Muster mit den empirischen Daten der durchgeführten 68 Interviews mit Unternehmen abgeglichen und erfolgversprechende Muster (vier evolutionäre und drei revolutionäre) identifiziert und kompakt analysiert.

Cluster für Geschäftsmodellinnovatoren: Leader, Optimizer, Follower und Hesitator

Darüber hinaus wurden mithilfe eines Clustering-Algorithmus vier Cluster ermittelt, denen die Unter-nehmen zugeordnet wurden. Die identifizierten Cluster unterscheiden sich hinsichtlich der Umsetzung und Planung der sieben Geschäftsmodellmuster. Unter Berücksichtigung dieser Informationen wurden folgende Labels für die Cluster definiert: Leader, Optimizer, Follower und Hesitator. Die schrittweise Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen (evolutionär) wird von den meisten der befragten Unternehmen bevorzugt, da hier die grundsätzliche Art und Weise des Leistungsangebots bestehen bleibt. Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Unternehmen, die bereits radikale Änderungen vornehmen, die die gesamte Geschäftslogik betreffen. Die Hauptunterschiede der Cluster lassen sich in der Geschwindigkeiten der Umsetzung und im Innovationsgrad der Geschäftsmodellideen zusammenfassen.
Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass das Bewusstsein und auch die Ideen für neue digitale Geschäftsmodelle vorhanden sind, die Unternehmen aber bei der Umsetzung zukünftig noch mutiger sein müssen.


Alle Bände dieser Studie:

Band 1: Markus Lassnig, Petra Stabauer, Georg Güntner, Gert Breitfuß (2016): Studienkatalog zur digitalen Transformation durch Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle Band 1 der Studie im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms „Produktion der Zukunft“. Salzburg / Wien.

Band 2: Markus Lassnig, Petra Stabauer, Georg Güntner, Gert Breitfuß, Katrin Mauthner, Michael Stummer, Michael Freiler, Andreas Meilinger (2016): Industrie 4.0 in Österreich. Kenntnisstand und Einstellung zur digitalen Transformation durch Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle in österreichischen Unternehmen. Band 2 der Studie im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms „Produktion der Zukunft“. Salzburg / Wien.

Band 3: Gerd Breitfuß, Katrin Mauthner, Markus Lassnig, Petra Stabauer, Georg Güntner, Michael Stummer, Michael Freiler, Andreas Meilinger (2017): Analyse von Geschäftsmodell-Innovationen durch die digitale Transformation mit Industrie 4.0. Band 3 der Studie im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms „Produktion der Zukunft“. Salzburg / Wien.

Band 4: Markus Lassnig, Petra Stabauer, Georg Güntner, Gert Breitfuß, Katrin Mauthner, Michael Stummer, Michael Freiler, Andreas Meilinger (2017): Handlungsempfehlungen zur digitalen Transformation durch Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle. Dieser Report ist Teil eines Auftrages des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms „Produktion der Zukunft“.

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