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  • Rehabilitation bei Beinamputation: Mobile Ganganalyse im Alltag ermöglicht Fernbetreuung

    2022-07-13:

    Die Analyse von ungesunden Gangmustern ist eine wichtige Grundlage, um geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität von Beinamputierten zu entwickeln. Ein neues tragbares Sensorsystem ermöglicht das Erfassen von Daten im Alltag. Forscherinnen und Forscher der Salzburg Research Forschungsgesellschaft wiesen in einer Studie nach, dass das mobile System mit dem bisherigen Goldstandard mithalten kann.

    Das menschliche Gangbild ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Es entwickelt und verändert sich durch körperliche Voraussetzungen, Lebensumstände und Verhalten sowie die Entwicklung individueller Techniken. Wesentliche Kategorien für ein harmonisches und fließendes Gangbild sind Links-Rechts-Symmetrie und Dynamik.

    Amputationen verändern die biomechanischen Eigenschaften und damit das Gangbild. Atypisches Gehen benötigt dabei bis zu doppelt so viel metabolische Energie wie typisches Gehen. Die Analyse von ungesunden Gangmustern ist daher sehr wichtig, um Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen entwickeln zu können. Die stationäre Ganganalyse ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Rehabilitation: Prothesenträger:innen gehen dabei beim aktuellen Goldstandard einige Schritte auf einer Diagnosematte.

    Um von dieser Laborsituation hin zu einer aussagekräftigeren Diagnose für den Alltag zu kommen, haben Forscherinnen und Forscher von Salzburg Research ein tragbares Sensorsystem weiterentwickelt und hinsichtlich wissenschaftlich haltbarer Ergebnisse evaluiert.

    Von stationär zu ambulant: Alltagsdaten helfen bei der Rehabilitation

    Für die mobile Ganganalyse im Alltag wurde das bestehende Feedbacksystem Suralis von Saphenus zu einem Datenaufzeichnungssystem bestehend aus einer Inertialmesseinheit (IMU) und einer Druckmesssocke adaptiert. Salzburg Research entwickelte dazu Algorithmen zur Berechnung der Standphasendauer und der Differenz zwischen dem linken und dem rechten Bein. Der Algorithmus wurde sowohl bei Prothesenträgern als auch bei gesunden Erwachsenen evaluiert.

    Die Ergebnisse bestätigen: Das tragbare System ist eine geeignete Möglichkeit für die mobile Ganganalyse. „Beinamputierte Personen könnten das System im Alltag tragen und die Messdaten remote an den betreuenden Arzt bzw. die betreuende Ärztin schicken. Der deutlich größere Datensatz könnte im Gegensatz zu den wenigen Schritten im Labor zu einer besseren Diagnostik und somit besseren Betreuung in der Rehabilitation führen“, sagt Severin Bernhart, von dem auf Bewegungsdatenanalyse spezialisierten Forschungsinstitut Salzburg Research.

    In Zukunft könnte das mobile Sensorsystem raum-zeitliche Messungen des Gangs in Alltagsumgebungen ermöglichen, um Beinamputierte bei der Rehabilitation zu unterstützen und auch Fernbetreuung zu ermöglichen. Dazu werden geeignete Interfaces entwickelt werden, um Feedback für die Betroffenen auf Basis von zuverlässigen, im Alltag erhobenen Daten, zu ermöglichen.


    Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH

    Motion Data Intelligence | From Data to Value: Menschen, Produkte und Maschinen sind in Bewegung und zunehmend drahtlos vernetzt. Diese enorme Dynamik bietet neue Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft. Mit Motion Data Intelligence machen wir die Bewegung von Menschen und Dingen messbar, verknüpfen sie zuverlässig, entwickeln Algorithmen für aussagekräftige Analysen und steigern damit Mehrwert und Effizienz.

    Salzburg Research bietet als unabhängiges Forschungsinstitut Know-how und nachhaltige Lösungen für komplexe Herausforderungen im Internet der Dinge. Wir sind Think-Tank für innovative Unternehmen unterschiedlichster Branchen und die öffentliche Hand – international orientiert und der Region verpflichtet.
    www.salzburgresearch.at

    Publikation

    Severin Bernhart, Stefan Kranzinger, Alexander Berger, Gerfried Peternell (2022): Ground Contact Time Estimating Wearable Sensor to Measure Spatio-Temporal Aspects of Gait. In: Sensors 2022, 22, 3132.
    https://www.doi.org/10.3390/s22093132

    Rückfragehinweis

    Severin Bernhart, Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
    +43 662/2288-316 | severin.bernhart@salzburgresearch.at

    Bildmaterial:

    Gesamtsystem für die mobile Ganganalyse
    Gesamtsystem für die mobile Ganganalyse
    Saphenus Prothese für die mobile Ganganalyse
    Saphenus Prothese für die mobile Ganganalyse
    Saphenus Sensorsocke für die mobile Ganganalyse
    Saphenus Sensorsocke für die mobile Ganganalyse
  • Mit Echtzeit-Daten gegen die sommerliche Verkehrsüberlastung

    2022-07-06:

    Mit Hilfe von digitalen Daten werden in einem Pilotversuch dynamische Lenkungsmaßnahmen in der Sommerreisesaison 2022 ergriffen: Gegen den innerstädtischen Stau speziell an Schlechtwettertagen werden Echtzeit-Daten zur Auslastung von Park- und Park&Ride-Einrichtungen für Navigationsdienstleister verfügbar gemacht. Alle Maßnahmen im Rahmen des Pilotversuchs werden auf ihre Wirksamkeit evaluiert.

    Für eine wirksame Steuerung von touristischen Verkehrsströmen ist es notwendig, Informationen und Steuerungsstrategien digital in die Navigationssysteme der Verkehrsteilnehmenden zu bringen. Im Leitprojekt DOMINO schafft das auf Bewegungsdaten spezialisierte Forschungsinstitut Salzburg Research gemeinsam mit Stadt und Land Salzburg sowie der ASFINAG die technischen Voraussetzungen, um Services zu vernetzen und dadurch verkehrssteuernde Wirkungen für die Verkehrssituation in und um Salzburg in der Sommerreisezeit zu erzielen.

    „Durch die Vernetzung von Services auf Basis europäischer Datenstandards wird es erstmalig möglich, verkehrslenkende Maßnahmen der öffentlichen Hand direkt in die Navigationssysteme der Verkehrsteilnehmenden zu bringen. Ein solcher, automatisierter Datenaustausch war bisher nicht möglich. Parallel dazu wird den gesamten Sommer hindurch ein umfassendes, objektives Bild der tatsächlichen Verkehrssituation erstellt, dass die Analyse von Wirkungen der Maßnahmen ermöglicht sowie eine belastbare Grundlage für die Planung weiterer Maßnahmen ist“, sagt Mobilitätsdatenforscher Karl Rehrl von Salzburg Research.

    Innerstädtischer Stau an Schlechtwettertagen

    In der Stadt Salzburg führt vor allem an Schlechtwettertagen im Sommer die Überlastung der innerstädtischen Parkeinrichtungen immer wieder zu massiven Stauerscheinungen. „Obwohl die Auslastung der Parkeinrichtungen bereits seit Jahren in Echtzeit gemessen und auch als Open Government Data (OGD) zur Verfügung gestellt werden, waren diese Daten bisher nicht in Navigationssystemen abrufbar“, so der Mobilitätsdatenforscher Karl Rehrl von Salzburg Research.

    Im Pilotversuch werden diese Daten nun über das europäische Datenaustauschformat „Datex II ParkingStatusPublication“ Anbietern von Navigationsdiensten zur Verfügung gestellt. Verschiedene Informationsdienste, darunter Salzburg Verkehr, wegfinder und der internationale Parkdatendienst Parkopedia, werden die Salzburger Parkdaten übernehmen, um Touristinnen und Touristen über etwaige Überlastungssituationen zu informieren. Auch die Park&Ride-Anlagen Salzburg Messe und Salzburg Süd werden mit Echtzeit-Informationen in den Datendienst integriert. Dadurch soll in Überlastungssituationen ein Lenkungseffekt erzielt werden.

    Wirkungsmonitoring der Lenkungsmaßnahmen

    Um die Wirkungen von verkehrssteuernden Maßnahmen zu umfassen, wird im Pilotversuch auch ein umfangreiches Wirkungsmonitoring durchgeführt. Auf Basis der über EVIS.AT berechneten Echtzeit-Verkehrslage werden den gesamten Sommer hindurch Staulängen bzw. Verlustzeiten im gesamten Straßennetz in der Stadt Salzburg erfasst. Darüber hinaus erfolgt eine Erfassung von Verkehrsstärken mit straßenseitigen Detektoren bzw. eine vollständige Erfassung der Auslastungen der Parkeinrichtungen.

    Über das Forschungsprojekt DOMINO

    Mobilitätsangebote für alle Nutzer:innen einfach, komfortabel und vernetzt anzubieten – das ist die Vision von DOMINO, der „Drehscheibe für intermodale Mobilitätsservices und -technologien“. Hauptziel des Forschungsprojekts DOMINO ist die Entwicklung eines durchgängigen, öffentlich zugänglichen Mobilitätsangebots (MaaS – Mobility as a Service), das möglichst barrierefrei von allen Nutzer:innen in Anspruch genommen werden kann und dabei gleichzeitig die Mobilitäts- und Klimaziele der öffentlichen Hand unterstützt. In drei Pilotregionen werden ausgehend von den Bedürfnissen der Nutzer:innen neue Angebote geschaffen und bestehende Services in ein „MaaS made in Austria“-System integriert.

    DOMINO-Pilotregion Salzburg: Kooperative Verkehrssteuerung

    In der Pilotregion Salzburg werden Lösungsansätze zur kooperativen Verkehrssteuerung getestet. Bei der kooperativen Verkehrssteuerung arbeiten unterschiedliche Akteure – Straßenbetreiber, Navigations- bzw. Informationsdiensteanbieter und MaaS-Anbieter – zusammen, mit dem Ziel, Verkehrsströme nach definierten Strategien der öffentlichen Hand zu steuern. Den privaten Dienste-Anbietern kommt dabei eine zentrale Rolle zu, da sie durch Verkehrsinformations- bzw. Navigationsdienste wesentlich zur Routen- bzw. Verkehrsmittelwahl ihrer Kundinnen und Kunden beitragen. Die Herausforderung besteht einerseits darin, die Interessen der Akteure zu berücksichtigen und andererseits organisatorische und technische Schnittstellen zu schaffen, um Steuerungsstrategien digital zur Verfügung zu stellen bzw. deren Wirkung zu evaluieren.

    Der DOMINO-Pilot in Salzburg wird durch die Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH koordiniert. Projektpartner sind die ASFINAG Mautservice GmbH und die iMobility GmbH. Der Pilotversuch wird durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie im Programm Mobilität der Zukunft gefördert sowie vom Amt der Salzburger Landesregierung, der Stadt Salzburg sowie der Verkehrsauskunft Österreich GmbH unterstützt.


    Rückfragehinweis

    Dr. Karl Rehrl, Leiter Forschungsgruppe „Mobility & Transport Analytics“
    Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
    +43 662/2288-416 | karl.rehrl@salzburgresearch.at

  • Wandern – gesund fürs Herz

    2022-06-29:

    Forscherinnen und Forscher aus Salzburg und Bayern haben im Chiemgau und im Salzburger Land Wanderwege mit Fokus auf die Herzgesundheit neu kartographiert und eine Methode entwickelt, wie Wandernde selbständig ihre individuelle Herzfitness mit handelsüblichen Fitness-Trackern ermitteln und darauf abgestimmt Wanderwege sicher und bewusst gehen können. Die Ergebnisse und Angebote sind auf andere Regionen übertragbar: ein Handbuch gibt Empfehlungen und Anleitung.

    Bewegung ist gesund. Doch beim Wandern in den Bergen kann eine Überanstrengung rasch zur Gefahr werden. Das Wissen um die eigene körperliche Ausdauer ist daher u.a. für die Sicherheit am Berg von großer Bedeutung.

    Im INTERREG-Projekt „Connect2Move“ haben Forscherinnen und Forscher der TU München, der Salzburg Research Forschungsgesellschaft und vom Salzburger Ludwig Bolzmann Institut für Digitale Gesundheit und Prävention Konzepte zur bewussten und sicheren Bewegung in den Alpen entwickelt. Die Konzepte basieren auf wissenschaftlichen Nutzer:innen-Umfragen und Trendanalysen von Salzburg Research und dienen sowohl der Steigerung des ganzjährigen sanften Gesundheitstourismus wie auch der Förderung der individuellen „BergFit-ness“ von Tourist:innen und Einheimischen.

    Wanderwege in Werfenweng im Salzburger Land und in Aschau im Chiemgau wurden digital mit neuen Gesundheitsinformationen kartographiert, um sie gesünder fürs Herz zu machen. Mit Hilfe von handelsüblichen Fitness-Trackern können nun Wandernde bei einer kurzen Testwanderung direkt vor Ort ihre individuelle Herzfitness selbständig ermitteln und in weiterer Folge zum persönlichen Profil passende Wanderungen in der Gegend finden.

    Testung und Auswertung der persönlichen „BergFit-ness“

    Durch Absolvierung eines 1 km langen Cardio-Trekking-Testtrails in Aschau im Chiemgau oder Werfenweng können Wandernde selbständig ihre körperliche Ausdauerleistungsfähigkeit ermitteln. Dafür notwendig sind handelsübliche Fitness-Tracker, wie Brustgurt, Oberarmgurt oder Smartwatch. Der entwickelte BergFit-Test ermittelt aus den Werten der Fitness-Tracker die individuelle „BergFit-ness“ und visualisiert diese auf einem passenden Wanderweg in der Umgebung.

    Damit diese eigenständige Ermittlung der Herzfitness möglich wurde, war Know-how aus den Sport- und Datenwissenschaften gefragt: „In zahlreichen Testwanderungen mit mobilen Atemgasanalyse-Geräten zur Leistungsdiagnostik wurden mit über 200 Testpersonen Daten gesammelt. Aus diesen Daten haben die Datenexpertinnen von Salzburg Research ein Modell entwickelt, um die individuelle Belastungsintensität auch mit handelsüblichen Fitness-Trackern wie Brustgurt oder Smartwatch valide abzuleiten“, sagt Veronika Hornung-Prähauser von dem auf Bewegungsdatenanalyse spezialisierten Forschungsinstitut Salzburg Research.

    An die individuelle Herzfitness angepasste Wanderwege

    In den beiden Testregionen des Forschungsprojekts wurden bestehende Wanderwege zu Themenwegen gestaltet und digital neu kartographiert. Neben der gewohnten Beschreibung mit Länge, Höhenmeter, Dauer und Wegbeschaffenheit wurden auch die kardiovaskulären Belastungsintensitäten wie z.B. die Herzfrequenz gekennzeichnet. Die Kennzeichnung und Einordnung der Wege erfolgt digital gestützt als Ampelsystem – von Rot “intensiv” bis Grün “leichte Intensität“.

    Nach Eingabe der persönlichen Daten, wie Alter und Geschlecht sowie der durchschnittlichen Herzfrequenz, der Dauer und der absolvierten Höhenmeter der Teststrecke, werden zur eigenen Herzfitness passende Wanderwege in der Umgebung visualisiert. „Auf Grundlage des BergFit-Tests wird die Belastung je Streckenabschnitt auf den ausgewählten Herzwegen vorhergesagt und übersichtlich auf einer digitalen Wanderkarte farblich gekennzeichnet. Die neue Visualisierung der Wege mit Herzbelastungsintensität zeigt den Wandernden, wie sie die Tour in Bezug auf das Tempo und achtsame Gehen angehen sollten. So tragen neue digitale Gesundheitslösungen zu einem sicheren Wanderverhalten auf Höhenwegen bei“, so die Salzburg Research-Forscherin Veronika Hornung-Prähauser weiter.

    Handbuch für Regionen

    Die entwickelten Konzepte aus dem Forschungsprojekt sind in andere Regionen übertragbar. Das unter Begleitung von Salzburg Research erstellte Handbuch bietet Trends im Gesundheitstourismus, wie zum Beispiel das bewusste, gesunde Wandern auf Höhenwegen, und beschreibt den sportwissenschaftlichen Hintergrund des BergFit-Tests und die webbasierte Eingabemaske und Testergebnisse. Außerdem bietet es Ideen für Anreizmethoden und Geschäftsmodelle für die selbständige Nutzung des Berg-Fitness-Tests durch Tourist:innen und Einheimische. Darüber hinaus werden auch begleitende Gesundheitsangebote basierend auf dem „Cardio-Paket“ vorgestellt. Abschließend gibt es konkrete Empfehlungen und Anleitungen zur Implementierung eines derartigen 1km Cardio-Trekking Testweges mit digitalem BergFit- Test und wie dieser in neue regionale touristische Angebote eingebunden werden kann. Das Handbuch ist online kostenfrei zugänglich.


    Über das INTERREG-Projekt Connect2Move

    Im grenzüberschreitenden INTERREG-Projekt „Connect2Move – Wandern fürs Herz“ wurde vom deutsch-österreichischen Team eine neue Gesundheitsdienstleistung entwickelt, die langfristig einen klimaneutralen Tourismus fördert. Projektpartner: TU München (Projektleitung), Salzburg Research, Ludwig Bolzmann Institut für Digitale Gesundheit und Prävention, Gemeinde Aschau im Chiemgau, Alpine Pearls, Klinik St. Irmingard. Connect2Move wird gefördert im Programm INTERREG Bayern-Österreich.
    https://connect2move-wandern.eu/


    Rückfragehinweis

    Dr. Mag. Veronika Hornung-Prähauser, Leiterin Forschungsgruppe „Innovation & Value Creation“
    Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
    +43 (0)662/2288-405 | +43 (0)664-5202184 | veronika.hornung@salzburgresearch.at

    Bildmaterial

    Zur hochauflösenden Version: Klick auf das Vorschaubild

    Testwanderung zur Ermittlung der individuellen Herzfitness am 1 km langen Cardio-Trekking-Testtrail in Werfenweng © Salzburg Research
    Testwanderung zur Ermittlung der individuellen Herzfitness am 1 km langen Cardio-Trekking-Testtrail in Werfenweng © Salzburg Research
    Testwanderung zur Ermittlung der individuellen Herzfitness am 1 km langen Cardio-Trekking-Testtrail in Werfenweng © Salzburg Research
    Testwanderung zur Ermittlung der individuellen Herzfitness am 1 km langen Cardio-Trekking-Testtrail in Werfenweng © Salzburg Research
    Testwanderung zur Ermittlung der individuellen Herzfitness am 1 km langen Cardio-Trekking-Testtrail in Aschau im Chiemgau © Salzburg Research
    Testwanderung zur Ermittlung der individuellen Herzfitness am 1 km langen Cardio-Trekking-Testtrail in Aschau im Chiemgau © Salzburg Research
    Eingabe der Daten in den BergFit-Test zur Ermittlung der individuellen Herzfitness © Salzburg Research
    Eingabe der Daten in den BergFit-Test zur Ermittlung der individuellen Herzfitness © Salzburg Research
    Veronika Hornung-Prähauser, Leiterin Innovation & Value Creation bei Salzburg Research © wildbild
    Veronika Hornung-Prähauser, Leiterin Innovation & Value Creation bei Salzburg Research © wildbild
    Cover Handbuch
    Cover Handbuch

  • Jugendliche für MINT begeistern: Präsenz-Angebote und Online-Materialien

    2022-06-27:

    Schülerinnen und Schüler konnten sich in den vergangenen Monaten auf eine Reise in die Forschungswelt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeben. Als außerschulische Lernorte boten die Universitäten Salzburg, Linz und Passau sowie Salzburg Research Experimente und Workshops, die den Unterricht ergänzen, Talente fördern und Einblicke in den Arbeitsalltag von Forschenden geben. Zahlreiche Materialien und Videos stehen online zur Verfügung, in der letzten Schulwoche gibt es ein umfangreiches Angebot.

    Im grenzüberschreitenden INTERREG-Projekt „Aufbau eines Netzwerks von MINT Learning Centern“ wurden MINT-Angebote für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe geschaffen. Lokale MINT-Learning Center wurden auf- und ausgebaut sowie außerschulische MINT-Lernressourcen entwickelt. Die Ergebnisse stehen nun online zur Verfügung.

    „Die MINT-Förderung will Kinder und Jugendliche auf eine Reise in die Forschung einladen und sie nachhaltig für Naturwissenschaften und Technik begeistern“, sagt Arne Bathke, Dekan der Fakultät Digital and Analytical Sciences der Universität Salzburg.

    „Durch spannende Vermittlungsformate lernen die Teilnehmenden die vielseitigen Ausbildungsmöglichkeiten kennen und entdecken neue Berufsfelder – eine wichtige Investition in die Zukunft!“, so Siegfried Reich, Geschäftsführer der Salzburg Research Forschungsgesellschaft.

    Forschende als Role Models

    Was ist Forschung? Wie wird man eigentlich Forscherin oder Forscher? In zahlreichen Videos geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke in ihre Bildungsbiografien und den forscherischen Alltag mit all seinen Herausforderungen und Erfolgserlebnissen. Speziell für die Zielgruppe der Mädchen zeigen außerdem zahlreiche Frauen in Firmen verschiedener technischer Branchen ihren Aufgabenbereich und ihren Werdegang in einer naturwissenschaftlichen Karriere.

    MINT-Materialsammlung

    Die Universitäten Salzburg, Linz und Passau sowie das außeruniversitäre Forschungsinstitut Salzburg Research stellen online eine reichhaltige Sammlung an frei zugänglichen MINT-Materialien zur Verfügung. In verschiedenen Themenbereichen stehen für unterschiedlichste Schulstufen Anleitungen, Videos, Applets, Workshopvorlagen und vieles mehr zur Verfügung.

    Umfangreiches Angebot in der letzten Schulwoche

    In der letzten Schulwoche bieten die beteiligten Institutionen ein großes virtuelles und vor-Ort-Angebot für Schulklassen. https://www.mintlabs.at/termine/

    Über MINT Learning Center

    Im EU-geförderten INTERREG-Projekt „Aufbau eines Netzwerks von MINT Learning Centern“ (Projekt AB307) wurden von Jänner 2020 bis Juni 2022 in einer grenzüberschreitenden Kooperation MINT-Angebote für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe geschaffen. Lokale MINT-Learning Center wurden auf- und ausgebaut sowie außerschulische MINT-Lernressourcen entwickelt und evaluiert. Durch gezielte Schwerpunktbildung und individuelle Interessensförderung sollten bestehende Initiativen ergänzt und die Motivation und Kompetenzen der Lernenden im MINT-Bereich gesteigert werden.
    Projektpartner: Johannes Kepler Universität Linz (Projektleitung), Universität Salzburg, Universität Passau und Salzburg Research. MINT Learning Center wurde aus Mitteln des Förderprogrammes INTERREG Bayern-Österreich 2014-2020 mit Kofinanzierung des Landes Salzburg unterstützt.

    Preisgekrönte MINT:labs Science City Itzling

    Eine der im INTERREG-Projekt weiterentwickelten lokalen Initiativen sind die Salzburger „MINT:labs Science City Itzling“. Salzburg Research erarbeitet hier gemeinsam mit der Universität Salzburg neue MINT-Vermittlungsformate. Schulklassen und einzelne Schülerinnen und Schüler zwischen der 7. und 10. Schulstufe konnten im direkten Kontakt mit Forschenden in die Welt der Naturwissenschaften und Technik eintauchen. Mit einem von der Stadt Salzburg geförderten Pilotprojekt wurde bereits 2019 mit dem sukzessiven Ausbau des Angebots am Standort begonnen. Dank des EU-geförderten INTERREG-Projektes wurden die regelmäßigen Workshops am sogenannten „MINTwoch“ (jeweils ein Mittwoch im Monat) ausgebaut. Aufgrund des Corona-bedingten Wechsels von Präsenzterminen hin zu Online-Terminen konnten sich auch die Universitäten Linz und Passau verstärkt in die inhaltliche Gestaltung des Salzburger Angebots mit einbringen. Das Projekt „MINT:labs Science City Itzling“ wurde 2020 von der Stadt Salzburg mit dem Kulturfondspreis ausgezeichnet. Der Preis würdigt die Arbeit des interdisziplinären Teams um die beiden Initiatoren Arne Bathke (Paris Lodron Universität Salzburg) und Siegfried Reich (Salzburg Research) sowie die Koordinatorinnen Julia Eder (Salzburg Research) und Marlene Ernst (PLUS).
    https://www.mintlabs.at/

    Rückfragehinweis:

    Julia Eder, Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
    julia.eder@salzburgresearch.at | 0662/2288-245 | 0664/3426738

    Bildmaterial:

    Weiteres Bildmaterial von der Abschlussveranstaltung im Rahmen der Langen Nacht der Forschung: https://fotos.salzburgresearch.at/abschlussveranstaltung-interreg-mint-lc/

    Jugendliche für MINT begeistern © wildbild
    Jugendliche für MINT begeistern © wildbild
    Jugendliche beim Experimentieren im Rahmen der MINTwoch-Angebote an der Universität Salzburg © Salzburg Research
    Jugendliche beim Experimentieren im Rahmen der MINTwoch-Angebote an der Universität Salzburg © Salzburg Research
    3D-Druck beim MINTwoch in der Science City Itzling © Salzburg Researchcv
    3D-Druck beim MINTwoch in der Science City Itzling © Salzburg Research
    3D-Druck beim MINTwoch in der Science City Itzling © Salzburg Research
    3D-Druck beim MINTwoch in der Science City Itzling © Salzburg Research
  • Wie Daten das Bergerlebnis verbessern können: Gewinnerin des Open Innovation Wettbewerbes gekürt

    2022-06-23:

    Wie kann die Verknüpfung von Daten das Erlebnis am Berg interessanter, gesünder, umweltfreundlicher und sicherer gestalten? Dazu bat Salzburg Research gemeinsam mit Partnern um konkrete Ideen und Nutzungsbeispiele bei einem Open-Innovation-Ideenwettbewerb. Nun wurde die beste Idee prämiert: Gewinnerin ist die 22-jährige Studentin Hannah Aster aus Salzburg mit ihrer Idee „Ohne Auto schnell am Berg“.

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Kontakt
Salzburg Research Forschungsgesellschaft
Jakob Haringer Straße 5/3
5020 Salzburg, Austria