Nachbericht: 5. IoT Talks Salzburg - IoT im Gesundheitswesen - Salzburg Research Forschungsgesellschaft

Nachbericht: 5. IoT Talks Salzburg – IoT im Gesundheitswesen

May 03 2016

Im Rahmen von “IoT Talks” werden Lösungsansätze, Praxis-Beispiele, Anwendungen, Standardisierungsaktivitäten oder Geschäftsideen vorgestellt und diskutiert. Die IoT Talks Salzburg bieten Interessierten eine Plattform zur Vorstellung ihrer Ideen, Ergebnisse und Erfolge: Wir laden Sie herzlich ein, mit einem Talk bei einem der nächsten IoT Talks aktiv mitzumachen.

Die IoT-Talks am 3. Mai 2016 widmeten sich IoT-Anwendungen im Bereich des Gesundheitswesens: Das Internet der Dinge begleitet uns durch das gesamte Leben und unterstützt in gesundheitlichen und medizinischen Fragen. Die Bandbreite reicht von der Beurteilung von Vitalfunktionen von Babys, über Diagnose-Systeme bis zur Unterstützung von selbstbestimmtem Altern.

Als Sponsor für die IoT-Talks Mai konnten wir die Microtronics Engineering GmbH gewinnen: Herzlichen Dank!


Moderation: Georg Güntner, Salzburg Research
Präsentation: IoT-Talks 0 Welcome (Guentner)

Talk 1: Fürsorge für Baby und Kind

Titel: Fürsorge für Baby und Kind
Referentin/Referent: Michaela Schicho, sticklett; Peter Dollfuss, microtronics Engineering GmbH

Präsentation: IoT-Talks 1 FuersorgeBabyKind (Schicho)

sticklett concept-cura-coccinellaIst das Kind krank, sind die Sorgen der Eltern groß.  Schlaflose Nächte zehren schlussendlich an der Leistungsfähigkeit der Eltern, und nicht selten wünscht man sich in solchen Situationen ein kleines Helferlein, das auf das Baby oder Kind Acht gibt, während man vielleicht einmal ein Auge zumacht. Wir beschäftigen uns mit der  Entwicklung von IoT basierten neuen Technologien und Prozesse zur Integration elektronischer Funktionalitäten in Form von abnehmbaren Bekleidungsapplikationen an Unterhemdchen und Bodies, zum Zwecke der flexiblen und diskreten (Langzeit-) Überwachung des Vitalzustandes von Babies und Kindern (und als langfristiges Ziel auch  von älteren Menschen). Ziel ist ein an der Bekleidung flexibel tragbares, mobiles und drahtloses Vitalparameter-Monitoring-System, das im Alarmfall mit dem Smartphone der Eltern kommuniziert. Unser Alltag wird zunehmend durch elektronische Unterstützung beherrscht. Der smarte Bekleidungsmarkt wird als Nischenmarkt verstanden, der stetig an Relevanz zunimmt, dies machen wir uns zunutze. Die Innovation der Geschäftsidee besteht im integrativen Ansatz, elektronische Funktionalität und Medizintechnik mit modischen Designs zu verbinden, und damit die Akzeptanz bei Benutzern zu erhöhen. Web: www.sticklett.com

DI Michaela Schicho, CEO und Gründerin von sticklett.com. Michaela Schicho ist Informatikerin, sowie ausgebildete Mode- und Bekleidungstechnikerin. Sie baute sich bereits während des Studiums der Informatik Praxis-Expertise im Bereich der Software- und Webentwicklung auf und konnte nebenbei als Designerin mehrere Auszeichnungen entgegennehmen. Weiters blickt Sie auf eine fünfjährige wissenschaftliche Tätigkeit an der Alpe-Adria-Universität Klagenfurt im Bereich von medizinischen Informationssystemen zurück. 2014 gaben ihre beiden Kinder den Impuls für die Gründung des Unternehmens und Label sticklett als innovative und smarte Bekleidungslinie von Lifestyle bis hin zu sophisticated e-Health Wearables.


 

Talk 2: Monitoring menschlicher Belastungen

Titel: Intelligentes IoT unterstütztes Monitoring menschlicher Belastungen
Referenten: Anton Kesselbacher und Josef Seibl, ABIOS GmbH

Präsentation: IoT-Talks 2 Cardio24 (Kesselbacher)

ABIOS UebersichtsgrafikDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt den beruflichen Stress zu „einer der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts“. Die mobilen Verfahren von ABIOS zielen darauf ab hier Hilfestellung zu geben und betroffenen Personen valides Feedback zum Belastungs- und auch Erholungsgrad zu liefern. Dabei wird der Vitalstatus über EKG genaue Sensoren gemessen, die Aktivitäten im Messzeitraum erfasst und hochautomatisiert Feedback bereitgestellt. Therapeuten und Berater im Gesundheitsbereich bekommen damit messgenaue Informationen zum Belastungsgrad ihrer Patienten, sehen wann, wo und wie ausgeprägt eine Stress- oder auch Erholungssituation gegeben ist. Eine Intervention kann infolge zielgerichtet eingesetzt, kontrolliert und optimiert werden, zusätzlich kann der Erfolg der Maßnahmen dokumentiert werden. Web: www.abios.at

ABIOS GmbH entwickelt und vertreibt unter dem Namen „Cardio24 the live-control“ mobile Diagnose-Systeme für Therapeuten, Coaches und gesundheitsorientierte Anwendungsbereiche. Entwickelt wurde die Basis dafür bereits 2003 von Hrn. Mag Kesselbacher (Sportwissenschafter) zur Überlastungskontrolle bei von ihm betreuten Leistungssportlern. Gerade die IoT Technologie hat es nun möglich gemacht dieses Verfahren auch einer weiteren Anwenderschicht zur Verfügung zu stellen.

DI Josef Seibl ist CTO der ABIOS GmbH und beschäftigt sich seit 2001 mit Softwarearchitekturen und Systemdesign. Zusammen mit seinem Entwicklerteam lieferte er die technische Überarbeitung des bisherigen Systems, um das komplexe Verfahren skalierbar und auch für die Kundengruppe der Therapeuten und Gesundheitsberater einsetzbar zu machen.


 

Talk 3: Selbstmanagement für Diabetes

Titel: IoT-unterstütztes Selbstmanagement für Diabetes
Referent: Dietmar Glachs, Salzburg Research

Präsentation: IoT-Talks 3 Selbstmanagement (Glachs)

eHealth_Fotolia_VorschaubildDiabetes erfordert von den Betroffenen Engagement und Eigenverantwortung. Die Diagnose bringt für Patientinnen und Patienten meist Änderungen im Alltag und bei lieb gewordenen Gewohnheiten mit sich. Das EU-Projekt EMPOWER unterstützt Diabetikerinnen und Diabetiker beim Selbstmanagement ihrer Erkrankung. Selbstmanagement unterstützt nicht nur den eigenen Behandlungsprozess, es ermöglicht, die Erkrankung besser im Griff zu haben. Basis dafür sind ein persönlicher Aktionsplan mit u.a. Maßnahmen zu Ernährung, Bewegung und Blutzuckerkontrolle und  das Monitoring von Patientendaten, wie etwa Vitaldaten (Blutdruck, Puls, Gewicht usw.), Bewegungs- und Sportaktivitäten sowie Mahlzeiten sowie Stress oder Medikamenteneinnahme. EMPOWER gleicht die aufgezeichneten Daten mit den Zielvorgaben und den wochenweise geplanten Aktivitäten ab und gibt Feedback und bei Bedarf Tipps zur Optimierung des Diabetes-Selbstmanagement. Web: https://www.salzburgresearch.at/projekt/empower/

Dietmar Glachs ist Researcher und Senior Software Architect bei Salzburg Research; Seit dem Studium an der Fachhochschule Salzburg (Telekommunikationstechnik und –Systeme, Juni 2001) beschäftigt sich Dietmar mit der Realisierung von Applikationen in den Bereichen Semantic Web, EHealth (EMPOWER, DIABgender, POWER2DM), Technology Enhanced Learning (EAGLE) und zeichnet hier für die Datenmodellierung und technische Umsetzung der Lösungen verantwortlich. Dietmar unterrichtet zudem Software Design & Databanksystem an der Fachhochschule Salzburg und ist auch Apache Committer.


 

Talk 4: Unterstützung von selbstbestimmtem Altern

Titel: Unterstützung von selbstbestimmtem Altern
Referent: Harald Rieser, Salzburg Research

Präsentation: IoT-Talks 4 Altern (Rieser)

ZentrAAL_logo_webWie unterstützt Technik die Generation 60+ im Alltag? Viele Menschen möchten so lange wie möglich selbstbestimmt und unabhängig leben. Technologie kann dabei helfen. In einer salzburgweiten Modellregion werden unterschiedliche Technologien in 60 Haushalten getestet. Der Vortrag stellt die technische Lösung des Projekts ZentrAAL vor und zeigt gesellschaftliche und informationstechnische Herausforderungen auf. Er zeigt die Hintergründe innovativer Assistenz-Technologie und ihre Möglichkeiten für die Generation 60+. Es besteht die Möglichkeit zum Besuch der Modellwohnung am Techno-Z. Web: www.salzburgresearch.at/projekt/zentraal/

DI(FH) Harald Rieser ist Researcher und Software-Entwickler bei Salzburg Research. Er schloss 2000 sein Studium an der FH Salzburg (Studiengang Telekommunikationstechnik und -systeme) ab und startete 2001 bei Salzburg Research als Forscher im Bereich von Middleware Technologien. Im Projekt ZentrAAL ist er für die technologische Ausstattung der Modellwohnung verantwortlich und betreut die Ausrollung der Lösung für einen Feldtest unter 60 TeilnehmerInnen.

 


 

iot-salzburg“IoT Salzburg” (www.meetup.com/IoT-Salzburg) ist eine offene Meetup-Gruppe. Sie wendet sich an alle, die an den Technologien und Nutzungsszenarien sowie an den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des “Internets der Dinge” interessiert sind.
Gegründet wurde die offene Gruppe von Mitgliedern des Forschungsbereichs “Internet of Things” bei Salzburg Research. Der Verein “IoT Austria” unterstützt regionale IoT-Gruppen (z.B. Wien, Linz, Salzburg) bei ihren Aktivitäten.

 

 

 

Ansprechperson

Georg Güntner
Telefon: +43/662/2288-401, Fax: +43.662.2288-222
E-Mail:
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob Haringer Straße 5/3, A-5020 Salzburg