cityclimAIte - KI für klimafreundliche Städte: KI-Technologieradar © Salzburg Research

KI-Technologien für klimafreundliche Städte

Wie kann Künstliche Intelligenz Städte und Gemeinden auf dem Weg zu Klimaneutralität und bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen? Die Studie cityclimAIte untersucht 29 KI-Lösungen für kommunale Anwendungsfelder und bietet mit einem interaktiven Technologieradar eine praxisnahe Orientierung für Entscheidungstragende.

29 KI-Lösungen für fünf kommunale Anwendungsfelder

Städte und Gemeinden stehen vor wachsenden Herausforderungen durch Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels. Gleichzeitig eröffnen digitale Technologien neue Möglichkeiten, Energie, Mobilität und städtische Infrastrukturen effizienter zu planen und zu steuern.

Die Studie cityclimAIte – KI-Anwendungen zur Erreichung und Unterstützung klimaneutraler Städte analysierte dafür 29 KI-Lösungen. Im Fokus stehen fünf kommunale Anwendungsfelder:

  • Mobilität und Logistik
  • Strom- und Wärmenetze
  • energieeffiziente Gebäude
  • städtisches Klima und Klimawandelanpassung
  • energieeffiziente Rechenzentren und Abwärmenutzung

Die untersuchten Anwendungen wurden unter anderem hinsichtlich Technologiereife, Wirkung, Machbarkeit, Komplexität und rechtlicher Rahmenbedingungen bewertet. Damit schafft die Studie eine vergleichbare Grundlage für die Priorisierung möglicher KI-Anwendungen.

Sie zeigt zugleich: Ob KI einen wirksamen Beitrag zu Klimazielen leisten kann, hängt nicht nur von der Technologie ab. Entscheidend sind auch verfügbare und hochwertige Daten, interoperable Systeme, entsprechende Kompetenzen sowie klare rechtliche Rahmenbedingungen, etwa durch die DSGVO und den EU AI Act.

Technologieradar unterstützt bei der Auswahl

Ein zentrales Ergebnis ist ein kostenfrei zugängliches, webbasiertes KI-Technologieradar. Es ordnet Technologien und Best-Practice-Anwendungsfälle nach ihrer technologischen Reife und Marktnähe ein. Drei Bereiche reichen von Forschung und Entwicklung über Erprobung bis zur bereits am Markt verfügbaren Technologie. Zusätzlich zeigt das Radar den technischen und organisatorischen Komplexitätsgrad.

„Das Technologieradar macht KI für Städte vergleichbar. Er zeigt auf einen Blick, was bereits marktreif ist, was gerade erprobt wird und wo noch Forschung nötig ist. Damit können Entscheidungstragende Prioritäten nachvollziehbar setzen und Pilotprojekte gezielt vorbereiten“, so Veronika Hornung-Prähauser, Innovationsforscherin für digitale Technologien bei Salzburg Research.

Neben der grafischen Darstellung bietet das Tool eine Listenansicht mit Detailinformationen zu den einzelnen Anwendungen. Factsheets stehen als PDF zur Verfügung, zudem lassen sich die Inhalte unter anderem nach Machbarkeit und Wirkung sortieren.

Zum interaktiven KI-Technologieradar

Studie als Grundlage für kommunale Entscheidungen

Die Studie verbindet systematisches Technologiescreening, Use-Case-Analysen, rechtliche Einordnung sowie Machbarkeits- und Folgenabschätzungen. Workshops und Interviews mit relevanten Stakeholdern ergänzten die Analyse. Die Ergebnisse sollen Verantwortliche in Städten und Gemeinden dabei unterstützen, Chancen und Risiken von KI im Klimakontext evidenzbasiert einzuschätzen und geeignete Anwendungen gezielt weiterzuverfolgen.

Die Publikation cityclimAIte – KI für klimafreundliche Städte von Christian Kogler, Pia Weinlinger, Jasmin Lampert, Isabella Hinterleitner und Veronika Hornung-Prähauser ist 2026 in der Reihe „Berichte aus Energie- und Umweltforschung 1/2026“ des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur erschienen und kann über die Website des KI-Technologieradars kostenfrei abgerufen werden.

Die Studie entstand von 2024 bis 2026 gemeinsam mit dem AIT Austrian Institute of Technology, Salzburg Research Forschungsgesellschaft und Tech Meets Legal im Auftrag des Klima- und Energiefonds und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Mehr Informationen:

Kontakt

VERONIKA HORNUNG-PRäHAUSER
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
T: +43/662/2288-405 |
Salzburg Research Forschungsbereich(e):
Salzburg Research Forschungsschwerpunkt(e): ,
 
Newsletter
Erhalten Sie viermal jährlich unseren postalischen Newsletter sowie Einladungen zu Veranstaltungen. Kostenlos abonnieren.

Kontakt
Salzburg Research Forschungsgesellschaft
Jakob Haringer Straße 5/3
5020 Salzburg, Austria
Top