iCardea: verbesserte Versorgung für Herzpatienten

2010-01-18:

In den vergangenen zehn Jahren konnte eine starke Zunahme an chronischen Herzerkrankungen verzeichnet werden. Die dadurch steigende Anzahl an Implantaten, wie bsp. Herzschrittmacher, stellt Mediziner und Pflegemitarbeiter künftig vor eine logistische Herausforderung. Gesteigerter Planungsbedarf, erweiterte Dokumentationspflicht, erhöhte Datenmengen verbunden mit zunehmender Effizienzsteigerung bringen das Gesundheitssystem an seine Grenzen. Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien kann eine am Patienten orientierte medizinische Versorgung erheblich unterstützen.

Forschungsprojekt iCardea

Anfang Februar startete Salzburg Research gemeinsam mit den Salzburger Landeskliniken und sechs weiteren Partnern das EU-weite 3,6 Mio. teure Forschungsprojekt iCardea. Dabei unterstützt Salzburg Research das Projekt mit einer Forschungsleistung in der Höhe von ca. 635.000 Euro. Im Rahmen des zu 75% von der EU finanzierten Projektes soll eine intelligente Plattform entwickelt werden, die es Medizinern und Mitarbeitern der Pflege ermöglicht medizinische Informationen schnell und effizient zu filtern, um unmittelbar auf gesundheitliche Komplikationen und mögliche Risiken eingehen zu können. Die Zielsetzung von iCardea ist klar – frühe Risikoerkennung, Stärkung der Eigenverantwortung des Patienten und eine unmittelbare Bewertung des Behandlungserfolges.

„Das Filtern der medizinisch relevanten Daten aus der Fülle der angebotenen Information wird für Mediziner und Pflegepersonal im Alltag zunehmend schwieriger. Kommunikations- und Informationstechnologien bieten neue Wege in der Bewältigung der Informationsflut und können wesentlich zur Optimierung der Patientenversorgung beitragen.“ ist sich Salzburg Research Geschäftsführer Univ.-Doz. Dr. Siegfried Reich sicher.