ZentrAAL - Salzburger Testregion für AAL-Technologien

Intelligente Musterwohnung für Senior/-innen

2016-09-16:

Im Jahr 2030 werden rund 2,2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher über 65 Jahre alt sein. Das sind 43 Prozent mehr als gegenwärtig. Diese enorme Zunahme bedeutet eine Herausforderung für das Gesundheitssystem: Knapp ein Drittel dieser Personengruppe benötigt Pflege. Daher sind die Forscherinnen und Forscher schon heute auf der Suche nach Möglichkeiten, wie pflegendes Personal entlastet werden kann -- zum Beispiel mit Technologie.

Wie können Wohnungen adaptiert werden, um selbstbestimmtes Altern in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen? Das Forschungsprojekt ZentrAAL – Salzburger Testregion für AAL-Technologien – testet innovative und leicht nachrüstbare Technologie. Insgesamt 60 Seniorinnen und Senioren wurden im Bundesland Salzburg damit ausgestattet. Eine Musterwohnung in Salzburg kann besichtigt werden.

Öffentliche Besichtigungsmöglichkeit der Musterwohnung

Die Musterwohnung im Salzburger Techno-Z kann bis Mitte November jeweils dienstags von 10:00-11:00 Uhr besichtigt werden.
Wir bitten um Anmeldung bis spätestens Freitag mittags vor dem Wunschtermin:
info@salzburgresearch.at bzw. 0662 2288-0

Im Forschungsprojekt ZentrAAL wird ein erweiterbares Softwaresystem zur Unterstützung des selbstbestimmten Alterns über 15 Monate hinweg getestet. Im Salzburger Zentralraum und Teilen des Innergebirgs wurden rund 60 Seniorinnen und Senioren mit unterstützender Technologie ausgestattet. Die Testpersonen nutzen neue Technologien, die in ihrem Alltag unterstützen. Aus dieser täglichen Nutzung entstehen wertvolle Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge, die in die Weiterentwicklung des Systems einfließen. Forschung, Technologieanbieter und Betreuungsorganisationen erhalten dadurch wichtige Aufschlüsse über die nachhaltige Akzeptanz einzelner AAL-Komponenten und deren Wirksamkeit.

ZentrAAL Musterwohnung

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Intelligente Wohnung

Um das selbstbestimmte Altern in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, wurde leicht nachrüstbare Technologie in die Wohnungen eingebaut. Zur Überprüfung des Wohnungsstatus und für die automatische Alarmierung wurden verschiedene Sensoren und Aktoren installiert: Herdüberwachung, Funklichtschalter, Zwischenstecker bei viel genutzten Geräten (z.B. Kaffeemaschine oder Fernseher) und Fensterkontakte. Ein digitaler Türspion sowie eine digitale Waage zur Erfassung des Gewichts sind ebenso im System integriert.

Ein stationäres Tablet ist fix neben der Wohnungstür installiert. Die Nutzerin bzw. der Nutzer kann dort den aktuellen Wohnungsstatus abrufen: Offene Fenster, heiße Herdplatte usw. werden dort angezeigt. Außerdem zeigt das Tablet offene Erinnerungen und Termine. Wenn jemand anläutet, sieht die Person am Tablet wer draußen steht.

Geräte für die Seniorinnen und Senioren

Neben der Ausstattung für die Wohnung, sind auch die Seniorinnen und Senioren mit weiteren Geräten ausgestattet: Eine Smartwatch unterstützt bei der Aufzeichnung von körperlichen Aktivitäten und zeigt  Erinnerungen an. Fitnessanwendungen, Gemeinschaftsfunktionen oder die Terminverwaltung können über das mobile Tablet verwendet werden. Die Notruffunktion ist sowohl am mobilen Tablet als auch auf der Smartwatch verfügbar.

Gemeinschaft stärken

Über ein Webportal tragen Betreuungspersonen Gemeinschaftsaktivitäten ein. Die Seniorinnen und Senioren können sich am mobilen Tablet dazu an- oder abmelden. Sie erhalten Terminerinnerungen und können auch selbst Termine eintragen.

Forschungsprojekt ZentrAAL – Salzburger Testregion für AAL-Technologien

ZentrAAL wird im Rahmen des FFG-Programms benefit mit Mittel des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert. Projektpartner sind: Salzburg Research Forschungsgesellschaft (Koordinator), Salzburger Hilfswerk, Wirtschaftsuniversität Wien – Forschungsinstitut für Altersökonomie, ilogs mobile software GmbH, Salzburg AG für Energie Verkehr und Telekom, Salzburg Wohnbau GmbH, Universität Salzburg, Fachhochschule Kärnten.

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