Technologie für Lebensretter

2011-09-19:

Salzburg Research arbeitet an einer Reihe von Technologien, die gezielt den verschiedenen Einsatzkräften zugutekommen: Technologien, die zuverlässige Kommunikation sicherstellt, die verschiedene Rettungskräfte besser vernetzt und sie rascher an den Einsatzort leitet – denn jede Sekunde zählt!

Neue Technologie für Salzburger Einsatzkräfte

Die Geodatenplattform „BlaulichtGIS“ aus dem Hause Salzburg Research verbessert die Notrufabwicklung und die Zusammenarbeit von Rotem Kreuz Salzburg, Berg- und Wasserrettung Salzburg. Die Technologie ist in allen Leitstellen des Roten Kreuzes im Einsatz.

Im täglichen Einsatz sind Rettungs- und Einsatzkräfte aller Art oft mit ungenauen Adressangaben oder Ortsbeschreibungen der Notrufenden sowie mit Problemen beim Auffinden des Einsatzortes konfrontiert. BlaulichtGIS ist eine webbasierte Geodatenplattform, über die die Salzburger Einsatzorganisationen ortsbezogene Informationen erstellen und abrufen können. Nach einer mehrmonatigen Testphase wird diese neue interaktive Geodatenplattform seit März 2011 eingesetzt.

Vorteile der neuen Geodatenplattform sind: Die Mitarbeiter aller Einsatzorganisationen können neue und aktuelle
In formationen – z.B. Stationsverlegung, Einstiegsorte für Boote an der Salzach u.ä. – ergänzen. Außer dem können GPS-Koordinaten in verschiedene gängige Koordinatensysteme umgerechnet werden. Dies ist u.a. bei Einsätzen mit Rettungshubschraubern wichtig, da diese ein anderes Koordinatensystem verwenden als die Einsatzfahrzeuge.
Zusätzlich werden Standort und Einsatzstatus aller Fahrzeuge in Echtzeit angezeigt. Bei Ausfall des Navigationsgerätes im Fahrzeug können die Disponenten mit Hilfe von BlaulichtGIS das Einsatzfahrzeug per Funk zum Einsatzort lotsen. BlaulichtGIS wurde vom BMWFJ, Abt. C1/9 Technisch-wirtschaftliche Forschung gefördert.
Mehr unter: www.salzburgresearch.at/projekt/blaulichtgis

Internationale Katastrophenhilfe

Bei großen Katastrophen sind Einsatzkräfte aus verschiedenen Nationen gefragt – eine Herausforderung für effiziente Koordination des Hilfseinsatzes über organisatorische, nationale und kulturelle Grenzen hinweg. Salzburg Research arbeitet an krisentauglichen Kommunikationstechnologien, die Informationsaustausch, Ressourcenplanung und Ablauf unterstützen.

Bei großen Erdbeben oder Lawinen, Pandemien, Chemieunfällen oder radioaktiven Wolken müssen verschiedene Einsatzkräfte reibungslos zusammen arbeiten. Die Hilfsorganisationen verwenden jedoch unterschiedliche technische Systeme, verfügen nicht über das gleiche Hintergrundwissen und treffen zu unterschiedlichen Zeitpunkten am Einsatzort ein. Bei internationaler Zusammenarbeit kommen außerdem sprachliche und kulturelle Barrieren hinzu. Bisher fehlen in der EU Verfahren, Systeme und Instrumente im Katastrophenmanagement, die die spezifischen Eigenschaften und Anforderungen von internationaler Zusammenarbeit in Notsituationen berücksichtigen. Bis dato müssen internationale Hilfsorganisationen individuell informiert werden – das kostet Zeit und Ressourcen.

Das EU-Projekt IDIRA wird die multinationale Katastrophenhilfe bei Ressourcenplanung und Abläufen unterstützen. Flexible, interoperable Dienste für Daten-Integration, Austausch von Informationen sowie Ressourcenplanungs- und Entscheidungsprozesse werden entwickelt: die Weitergabe von Information wird beispielsweise durch Textbausteine in verschiedenen Sprachen erleichtert und durch die Integration von handelsüblichen Smartphones krisensicher gemacht.
Mehru unter: www.salzburgresearch.at/projekt/idira

Ansprechperson

Peter Dorfinger
T: +43/662/2288-452,
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob Haringer Straße 5/3, A-5020 Salzburg

Ansprechperson

Sven Leitinger
T: +43/662/2288-282,
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob Haringer Straße 5/3, A-5020 Salzburg