Europäische Content-Industrie

Andrea Mulrenin, Hannes Selhofer, Guntram Geser, Roman Winkler (1999): Europäische Content-Industrie Markttrends und öffentliche Förderprogramme

Dieser Bericht skizziert wesentliche Trends in den europäischen Inhalteindustrien. Der erste Teil geht auf die Marktentwicklung ein und schlägt eine Segmentierung dieses Konglomerats aus stark miteinander verflochtenen Sektoren vor. Der zweite Teil gibt einen Überblick, mit welchen Förderinstrumenten die öffentliche Hand eine gesellschaftlich wünschenswerte Entwicklung der „Content Industry“ in Europa zu begünstigen versucht.

Obwohl der Begriff „content industry“ heute breite Verwendung findet, ist es nach wie vor schwierig, eine exakte Definition und Marktabgrenzung vorzunehmen. Die Konvergenz von Telekommunikation, audio-visueller Industrie und Computerindustrie verwischt Trennlinien zwischen vormals recht klar von einander abgegrenzten Märkten. „Inhalte“ und „Kommunikationsdienste“ sind im Zeitalter der digitalen interaktiven Medien nicht mehr von einander zu trennen.

Andererseits wurde die „digitale Revolution“ in manchen Mediensektoren auch schon verfrüht ausgerufen, zumindest in bezug auf die Beharrungskraft etablierter Businessmodelle, wie sich z.B. im Verlagswesen zeigt. Vielfach vollzieht sich der Wandel zum digitalen Markt eher evolutionär als revolutionär.

Der zweite Teil des Berichts widmet sich den Förderinstrumenten für die Content Industry, sowohl auf europäischer als auch auf einzelstaatlicher Ebene. Einzelne Mechanismen werden als Fallbeispiele herausgegriffen und näher vorgestellt. Es geht dabei um die Vorstellung, was mit den Förderungen bezweckt wird und wie das Ziel erreicht werden soll.

Der Bericht wendet sich an Marktteilnehmer aus der Content Industry und an die Politik. Er bietet eine Momentaufnahme dieser lebendigen Industrie in Form eines „big picture“, gewürzt mit zahlreichen Statistiken, Fakten und Beispielen.

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