Vulgo-Datenbank – rascher am Einsatzort

Eine Datenbank für „Vulgo-Namen“ unterstützt das Salzburger Rote Kreuz und die Salzburger Bergrettung bei der Lokalisierung von Notrufen in ländlichen Umgebungen.


Bei Notrufen aus dem alpinen Gelände oder ohne genaue Adressangabe haben Rettungskräfte
oft Schwierigkeiten, den Einsatzort zu lokalisieren. „Unfall beim Brunner-Bauer!“ – trifft so ein Notruf ein, ist Ortskenntnis gefragt, denn die im ländlichen Raum gebräuchlichen Vulgo-Namen stimmen nicht mit dem tatsächlichen Namen der Bewohnerinnen und Bewohner oder des Gebietes überein. Die Vulgo-Datenbank von Salzburg Research verspricht Abhilfe: Statt einer mühsamen und zeitintensiven Recherche, bietet das System sofort Vorschläge, was gemeint sein könnte und verortet diese auf der Landkarte. Die so gefundenen Koordinaten des Einsatzortes werden von der Leitstelle an das Navigationssystem des Rettungsfahrzeugs übertragen.

Nicht nur Vulgo-Namen bereiten Schwierigkeiten: Oft gibt es am Land nur markante Punkte als Navigationshilfe: Naturdenkmäler, Liftstationen, Almhütten oder ähnliches. Manchmal langen auch unvollständige oder schwer verständliche Adressangaben in der Rettungsleitstelle ein. Auch hier unterstützt die Vulgo-Datenbank. Insgesamt 31.850 Vulgo-Namen und markante Geländepunkte im ganzen Bundesland Salzburg sind in der Datenbank gespeichert. Die Daten stammen vom SAGIS (Amt der Salzburger Landesregierung), BEV (Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen), dem Österreichischen Roten Kreuz, Landesverband Salzburg und dem Österreichischen Bergrettungsdienst, Land Salzburg.