SNML-SAMY – Single Point of Access Semantic Media Repository Framework

Das Projekt SAMY („Single Point of Access Semantic Media Repository Framework“) befasst sich mit typischen Problemstellungen historisch gewachsener Medienkunstarchive und entwickelt dafür einen generischen Lösungsansatz auf der Basis eines Open Source Software-Frameworks, das einerseits die Funktionen eines Asset Management Systems und andererseits die Verwaltung von semantischen Netzen auf Basis einer Ontologie unterstützt.


Medienkunstarchive, wie beispielsweise das Archiv der Ars Electronica in Linz oder des Kulturdokumentationszentrums basis wien besitzen heterogene, teilweise historisch gewachsene Datenstrukturen. Das Archiv besteht dabei in der Hauptsache aus einer Vielzahl von multimedialen digitalen Daten (Bilder, Fotos, Videos, Sound und Musik, …), Texten, Datensätzen zu Personen, Institutionen etc., und komplexen Beziehungen zwischen diesen Entitäten. Die physikalischen (realen) oder digitalen Objekte und ihre Metadaten (Schlagworte, Taxonomien, …) werden dabei üblicherweise in unterschiedlichen Ablagesystemen und/oder Datenbanksystemen verwaltet.

Um einheitliche Zugänge zur Bearbeitung und Vermittlung, und einheitliche Verfahren zur Langzeitarchivierung zu schaffen, besteht aus der Sicht der Archiv-Betreiber der Bedarf nach einer Medienkunstarchiv-Plattform, in die bestehende und neue Archive integrierbar sind. Die Vereinheitlichung archivübergreifender Eigenschaften ist dabei genauso wichtig wie die Berücksichtigung spezieller Eigenheiten eines Archivs.

Das Ziel von SAMY besteht in der Konzeption, Erstellung, Implementierung und Evaluation eines generischen Software-Frameworks für Medienkunstarchive. Da vorhandene Systeme beide Anforderungen nicht optimal erfüllen, hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt ein bestehendes Open Source Lösung für Medienmanagement (Fedora) zu erweitern um einen „Single Point of Access“ für die Verwaltung und den Zugriff auf sowohl Medienassets als auch (semantische) Metadaten zu realisieren.