KoSeP - Optimierung mobiler Prozesse durch Nutzung von Kontextinformation - Salzburg Research Forschungsgesellschaft

KoSeP – Optimierung mobiler Prozesse durch Nutzung von Kontextinformation

Mobile Hauskrankenpflege erfordert eine hohe Dynamik in der Planung und Durchführung. Mit Ad-Hoc Prozessmanagement können Aufgaben je nach aktueller Situation dynamisch zugeteilt werden. Im Projekt KoSeP werden Kontextfaktoren – wie zum Beispiel Mitarbeiter/-in, Aktivität, Zeit und Ort – automatisiert erfasst und berücksichtigt.

Viele unserer täglichen Aufgaben erfordern ein zunehmendes Maß an Mobilität. Mobile Hauskrankenpflege oder ServicetechnikerInnen sind Beispiele aus dem Dienstleistungssektor, die durch die steigende Mobilität eine hohe Dynamik in der Planung und Durchführung erfordern. Solche mobilen Prozesse stellen beteiligte Personen vor neue Herausforderungen. Prozessmanagementsysteme (PMS) sind Informationssysteme zur Unterstützung der Planung und Durchführung von Prozessen. Derzeit sind diese Systeme durch die Trennung von Prozessspezifikation und -durchführung vor allem für stationäre Prozesse geeignet. Eine neue Generation von Prozessmanagementsystemen versucht die Spezifikation und Durchführung von Prozessen zu einem Ad-Hoc Prozessmanagement zusammenzuführen, um der hohen Dynamik von mobilen Prozessen gerecht zu werden. Beim Ad-Hoc Prozessmanagement können anstehende Aufgaben je nach aktueller Situation dynamisch zugeteilt werden. Aufgrund fehlender Kontextinformationen (vor allem Aktivität, Zeit und Ort von Aufgaben) muss die Zuteilung von Aufgaben derzeit manuell vorgenommen werden, wodurch Studien zufolge ein Optimierungspotential im Ausmaß von 10 % ungenutzt bleibt.

In diesem Projektvorhaben wird dieses Potential durch die automatisierte Erfassung und Berücksichtigung von Kontextfaktoren erschlossen. Ziel ist es anhand eines kontextsensitiven Prozessmanagementsystems in verschiedenen Anwendungsszenarien zu demonstrieren, wie Kontextinformationen dazu beitragen können, durch semi-automatische Zuweisung von Aufgaben zu Ressourcen einen optimalen Einsatz von Ressourcen zu erreichen. Um diesen Innovationssprung im mobilen Prozessmanagement zu ermöglichen, wurde für das Projektvorhaben ein innovatives Partnernetzwerk ins Leben gerufen. Das Partnernetzwerk weist entlang der Wertschöpfungskette des mobilen Prozessmanagements ausgewiesene Expertisen in den Bereichen Anforderungs- und Prozessanalyse (Wöginger), Ad-Hoc Prozessmanagement (Catalysts), Kontextsensitivität (Salzburg Research) und beispielhaftes Anwendungswissen in der mobilen Hauskrankenpflege (Salzburger Hilfswerk) auf. Zusätzlich wird das Anwendungswissen durch die assoziierten Netzwerkpartner Wintersteiger (Landwirtschaftliches Saatgutmanagement) und A.ö.Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg (Klinisches Prozessmanagement) erweitert. Durch die Fokussierung der Kernpartner auf das mobile Prozessmanagement bietet das bestehende Partnernetzwerk die Voraussetzungen um weitere Anwendungspartner zu integrieren und dadurch das Modell des kontextsensitiven Prozessmanagements auf andere Domänen zu übertragen.