Hält die Software, was sie verspricht? Unabhängiger Stress-Test für komplexe Anforderungen

Salzburg Research beantwortete für einen international agierenden Logistikdienstleister wichtige Fragen vor der Beschaffung einer neuen Software zur Abwicklung der weltweiten Luft- und Seefracht. Mit Hilfe eines komplexen Tests wurden reale ­Server mit beliebig vielen virtuellen Clients und Zugriffen belastet. Dadurch konnte realistisch simuliert und gemessen werden, wie die Software mit der erwarteten Last zurechtkommt und welche Auswirkungen die Anwendung auf die Netzwerkinfrastruktur hat.

Herausforderung

Ein international agierender Logistikdienstleister investiert in eine neue Software zur Abwicklung der weltweiten Luft- und Seefracht. Unklar ist jedoch, ob die Software in der engeren Auswahl mit der erwarteten Last zurechtkommen wird und welche Auswirkungen die neue Anwendung auf die Netzwerkinfrastruktur hat. Über tausend User in dreißig verschiedenen Ländern werden weltweit mit der Software arbeiten und größtenteils auch gleichzeitig zugreifen.

Lösung

Salzburg Research beantwortete diese Fragen für den Logistikdienstleister mit Hilfe eines ausgereiften Verfahrens zur Orchestrierung von komplexen Tests. In einer Emulation wurden die realen ­Server mit einer dynamisch skalierbaren Anzahl von virtuellen Clients und Zugriffen belastet. Die virtuellen Clients wurden gemäß Vorgabe des Auftraggebers über mehrere Länder hinweg verteilt. Sowohl die Applikation wie auch die Netzwerkinfrastruktur wurden so einem realistischen Stresstest unterzogen und Schwachstellen noch vor Einsatz der Software erkannt. Parallel dazu wurden die Interaktionszeiten vermessen und mit Vorgabewerten des Auftraggebers abgeglichen und visualisiert.

Basis für die Lösung war die von verschiedenen Forschungsinitiativen immer wieder weiterentwickelte Test-Software MINER, wobei in diesem Fall der Fokus auf der Emulation von bis zu 2000 virtuellen Clients lag.

Nutzen

Der Auftraggeber konnte noch während des Beschaffungsprozesses eine angebotene Software objektiv beurteilen. Die im Stresstest noch vor Einsatz entdeckten Probleme wurden vom Produzenten versucht nachzubessern. Die verwendeten Netze waren für den Einsatz zwar geeignet, die Software konnte jedoch auch im Endstatus die Anforderungen nicht erfüllen.

Je nach Einsatzzweck hätte diese Software 10-20% Effizienzeinbußen bedeutet. Wir konnten als herstellerunabhängiges Prüfinstitut das Unternehmen somit vor einer Fehlinvestition in Höhe von mehreren Millionen Euro bewahren und 10% des Personals konnten somit für neue Märkte eingesetzt werden.

Das Tool zur Testorchestrierung kam außerdem bereits in verschiedenen weiteren Anwendungen zum Einsatz, u.a. zur Evaluierung einer Anwendung zur Koordinierung und Synchronisierung von weltweit verteilten Softwareagenten oder zur Bewertung der Breitbandverfügbarkeit in einem Gebiet.


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Ansprechperson

Peter Dorfinger
T: +43/662/2288-452,
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob Haringer Straße 5/3, A-5020 Salzburg