Herstellerunabhängige Robotersteuerung für Fertigung und Pflege

2020-12-07:

Autonome und kollaborative Roboter sind eine große Zukunftschance für Unternehmen wie auch als Logistikunterstützung in der Pflege. Die Komplexität der erforderlichen Programmierung sowie herstellerspezifische Schnittstellen stellen jedoch eine große Hürde dar. Ein österreichisches Konsortium unter der Leitung von Salzburg Research erarbeitet eine Open-Source-Lösung für vereinfachte Robotersteuerung: Aufgaben und Fähigkeiten sozialer und industrieller Roboter sollen dadurch einfacher übertragbar und kombinierbar werden.

Die Einsatzmöglichkeiten von autonomen Robotern klingen vielversprechend – in der Fertigung ebenso wie in der Pflege. Jedoch bremst die Komplexität der einsatzspezifischen Programmierung viele innovative Umsetzungsideen. Zudem erfordern anbieterspezifische Programmierschnittstellen für jedes Gerät und für jede Roboteraufgabe technisches Spezialwissen. Dies führt zu einer hohen Abhängigkeit und nicht selten zu einem Lock-in-Effekt in Bezug auf Hersteller und Marktsegment. Eine Plattform für den herstellerunabhängigen Austausch von Robotersteuerungsaufgaben und -prozessen soll dieses Dilemma lösen.

Plattform für herstellerunabhängigen Austausch von Robotersteuerungsaufgaben und -prozessen

Unabhängig vom Hersteller oder des Anwendungsbereichs führen Roboter oft sehr ähnliche Aufgaben aus: Ein typischer Roboter-Task in der Produktion ist das Heben, Transportieren und Platzieren von Gegenständen – eine Fähigkeit, die auch als Logistikunterstützung im Pflegebereich nützlich anwendbar ist. Andererseits haben soziale Roboter zunehmend kognitive Fähigkeiten wie Gestenerkennung oder die Interpretation von Emotionen und Stress – Fähigkeiten, die auch beim Einsatz kollaborativer Roboter im betrieblichen Umfeld immer wichtiger werden.

Kernelement dieser Plattform ist daher die Trennung von Task Design, Konfiguration und Implementierung. Fähigkeiten sollen so Roboter-übergreifend und in verschiedenen Domains nutzbar werden – gegenseitige Inspiration nicht ausgeschlossen. Zum Testen können die Roboter-Fähigkeiten auch als Simulation auf digitalen Zwillingen ausgeführt werden.

Das Forschungsvorhaben ROBxTASK wird vom BMK im Programm „IKT der Zukunft“ gefördert.

Ansprechperson

Felix Strohmeier
T: +43/662/2288-443,
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob Haringer Straße 5/3, A-5020 Salzburg
 
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