HERITAGE ALIVE! – Mit neuen Medien in einen aktiven Weltkulturerbe-Dialog treten

HERITAGE ALIVE! ist ein internationales Netzwerk von Regionen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: ihr bauliches Weltkulturerbe durch den Einsatz neuer Medien und Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) besser nutzbar zu machen.

Mit IKT Weltkulturerbe neu erleben
Weltkulturerbe nimmt eine besondere Rolle in der regionalen Entwicklung ein. Aus wirtschaftlicher Perspektive fördert es den Tourismus und in sozialer Hinsicht stärkt es die regionale Identität. Für Weltkulturerbestätten ist es oftmals schwierig, das vielfach komplexe Konzept des ‚Weltkulturerbes‘ an die lokal ansässige Bevölkerung und an die Gäste entsprechend zu vermitteln.

Bisherige Angebote, Kulturerbe über neue Medien zu vermitteln, sind weitgehend statischer Natur. Entsprechende vorformulierte Informationen werden den jeweiligen Zielgruppen vorgesetzt. Sie lassen die aktive Beteiligung der lokalen Bevölkerung oder der BesucherInnen vermissen, wodurch ein tieferes Verständnis für das Erbe schwer erzielt werden kann. Im Gegensatz dazu versucht HERITAGE ALIVE! die jeweils heimische Bevölkerung und die Gäste der Region aktiv in einen kulturellen Dialog mit dem kulturellen Erbe einzubinden. Damit soll das Bewusstsein und das Verständnis unseres gemeinsamen kulturellen Erbes und der regionalen Identität nachhaltig gestärkt werden.

Netzwerk der Regionen
Das HERITAGE ALIVE! Netzwerk setzt sich aus baulichen und urbanen Weltkulturerbestätten zusammen und umfasst historische Stadtzentren (Salzburg, Urbino und Sighisoara), Dörfer (Hollokö) und historische Monumente (die hölzernen Kirchen im Süden Polens). Aber auch Stätten die sich um den Weltkulturerbestatus beworben haben, sind Partner des Netzwerks. Dazu gehören die Stadt Korfu auf den Ionischen Inseln und Perperikon in der Nähe der Stadt Kardjali. Je nach Schwerpunktsetzung der jeweiligen Region, werden unterschiedliche Akteure, wie Tourismuseinrichtungen, Organisationen für regionale Entwicklung, lokale Vertreter und Handwerksbetriebe bis hin zu Bildungs- und Jugendorganisationen, eingebunden.

Projektergebnisse und regionale Schwerpunkte
Folgende Aktivitäten werden im Rahmen des Projektes durchgeführt:

  • Entwicklung eines besseren Verständnisses für das Potenzial neuer Medien und Technologien und welchen Beitrag sie bei der Vermittlung des kulturellen Erbes leisten können
  • Good-Practice-Richtlinien zur Nutzung von IKT für Kulturerbestätten und regionale touristische Dienstleister
  • Entwicklung eines virtuellen touristischen Führers zur Vermittlung des regionalen kulturellen Erbes und zur Förderung des Kulturtourismus. Die Umsetzung ist in Form von Pilotaktivitäten in den drei Partnerstätten Salzburg, Hollokö und Sighisoara geplant.
  • Entwicklung von Learning Quests zur Stärkung des kulturellen Verständnisses der heimischen Bevölkerung, v.a. der Jugend. Auf diese Pilotaktion konzentrieren sich die Partner Urbino, Perperikon und Gorlice mit den hölzernen Kirchen im südlichen Kleinpolen.
  • Strategischen Empfehlungen und Zukunftsszenarien zur Förderung der regionalen Entwicklung
  • Machbarkeitsstudie für zukünftige Investitionen in diesem Bereich.