e-Business W@tch

Die Marktanalyse „e-Business W@tch“ ist eine Auftragsstudie der Europäischen Kommission. Seit 2002 wird die Entwicklung von E-Business in verschiedenen Sektoren der europäischen Wirtschaft jährlich systematisch gemessen und analysiert. Die Salzburg Research zeichnet in den Jahren 2005 und 2006 für die Sektorstudien zum IKT-Einsatz und e-Business im Tourismus verantwortlich.

Hier ein paar österreichspezifische Ergebnisse:

Im europäischen Vergleich liegt Österreich, was die Online-Beschaffung sowie das Angebot von Buchungsmöglichkeiten im Internet betrifft zwar im oberen Mittelfeld, aber der Anteil der tatsächlich online getätigten Buchungen an den Gesamtverkäufen könnte höher sein. Die Unumgänglichkeit von e-Business im Tourismus steht außer Frage. Und die Unternehmen haben den Handlungsbedarf erkannt. 26 Prozent der österreichischen Tourismus-Institutionen wollen ihre IKT-Ausgaben im Zeitraum 2006/07 erhöhen. Auch der Druck von Seiten der Kunden, die sich ihren Urlaub immer häufiger online zusammenstellen und buchen wird in den Ergebnissen der Studie sichtbar. 79 Prozent der Befragten österreichischen Tourismus-Unternehmen geben an, dass ihre Investitionen „kundengetrieben“ sind, 72 Prozent erhoffen sich Wettbewerbsvorteile und nur 34 Prozent sehen die Lieferanten als „Treiber“. Etwas mehr als die Hälfte der österreichischen Tourismusunternehmen bietet Online-Buchungen an, damit liegt die Alpenrepublik europaweit an fünfter Stelle. Aber nur bei 37 Prozent der österreichischen Tourismusunternehmen macht der Anteil der Online-Buchungen mehr als ein Viertel der Gesamtverkäufe aus. In Ländern wie Irland, Zypern, Estland oder Frankreich liegt dieser Anteil um etliche Prozentpunkte höher. Nachholbedarf besteht außerdem bei der Infrastruktur. Nur 39 Prozent der heimischen Tourismusbetriebe besitzen einen Breitband-Internetzugang. Damit ist Österreich an letzter Stelle hinter Bulgarien und Tschechien platziert.

Aber nicht nur in Österreich darf in Zukunft vermehrt in die Infrastruktur investiert werden. Der Vergleich mit anderen Branchen zeigt, dass Sektoren wie Telekommunikation, Elektro oder Papier in der gesamten EU ihre e-Business-Strategien besser in die Geschäftsstrategien integriert haben als der Tourismus. Überdurchschnittlich gut liegt der touristische IKT-Einsatz nur bei den kundenseitigen Aktivitäten. Im Bereich der grundlegenden IKT-Ausstattung, bei den internen Geschäftsprozessen sowie den Lieferanten-Aktivitäten ist die Reisebranche unter dem Durchschnitt angesiedelt.

Die Studie in Langfassung sowie Zugang zum gesamten Datenmaterial finden Sie hier: http://www.ebusiness-watch.org/studies/sectors/tourism/tourism.htm