C-ITS4U – Nutzerzentrierte Methodik zur Umsetzung von C-ITS für Vulnerable Road Users
C-ITS4U entwickelt C-ITS („Kooperative intelligente Verkehrssysteme“) basierte Lösungen für vulnerable Verkehrsteilnehmende (VRUs). Obwohl die Technologie bereits ausgerollt wird, profitieren Radfahrer:innen und Fußgänger:innen bislang kaum direkt davon. Das Projekt arbeitet daher daran, dies durch passende Anwendungen zu ändern. Dafür werden bestehende Herausforderungen und Bedürfnisse im urbanen Verkehr erfasst und entsprechende Lösungen entwickelt.
Konkret fokussiert sich C-ITS4U auf zwei zentrale Anwendungsfälle: Warnung der verletzliche Verkehrsteilnehmenden vor gefährlichen Situationen und Optimierung des Verkehrsflusses ebenfalls für diese. Das Projekt identifiziert dafür kritische urbane Kreuzungen in Salzburg und Graz, an denen beispielhaft konkrete Lösungen entwickelt und demonstriert werden. In beiden Städten umfasst dies eine kooperative Erkennung gefährlicher Situationen, nicht-ablenkende Warnkonzepte. In Graz wird zusätzlich an einer Verkehrsflussoptimierung durch angepasste Ampelschaltung gearbeitet. Übergeordnetes Ziel der entwickelten Lösungen ist die Steigerung der Sicherheit vulnerabler Verkehrsteilnehmender sowie die Erhöhung der Attraktivität nachhaltiger Mobilitätsformen.
Projektziele
C-ITS4U zielt darauf ab, C-ITS praktisch für gefährdete Verkehrsteilnehmende nutzbar zu machen und Lösungen für Kollisionswarnungen sowie Verkehrsflussoptimierung zu entwickeln und zu validieren. Aufbauend auf den Vorgängerprojekten Bike2CAV und ITflowS verbindet das Konsortium technologische Innovationen und nutzerzentriertes Design mit dem Ziel einer Umsetzung in den Städten Graz und Salzburg. Folgende Entwicklungen sind dabei zentral:
- Entwicklung eines nutzerzentrierten Gesamtkonzepts mit konkreten Empfehlungen für C-ITS-Lösungen welche vulnerable Verkehrsteilnehmer:innen einbeziehen.
- Entwicklung einer kompakten, leichten C-ITS On-Board Unit für die Flaschenhalterung zur Übermittlung und Nutzung von C-ITS-Nachrichten.
- Weiterentwicklung einer präzisen Echtzeit-Kollisionsrisikodetektion und Warnlogik mit verbesserten Karten- und Vorhersagemodellen.
- Entwicklung von Methoden und Schnittstellen zur C-ITS-basierten Verkehrsflussoptimierung (z. B. „Grüne Welle“).
- Gestaltung intuitiver, sicherer Anzeige- und Interaktionskonzepte für VRUs zur nicht-ablenkenden Nutzung von C-ITS-Informationen.
- Entwicklung eines nutzerzentrierten Gesamtkonzepts mit konkreten Empfehlungen für C-ITS-Lösungen welche vulnerable Verkehrsteilnehmer:innen einbeziehen.
Die entwickelten Lösungen werden im Projekt prototypisch umgesetzt und validiert. Die dafür entstehenden Werkzeuge und Prozesse werden so aufbereitet, dass sie für eine zukünftige Ausrollung ähnlicher Lösungen nutzbar sind.
Rolle von Salzburg Research im Projekt
In das Projekt C-ITS4U bringt Mobility and Transport Analytics ihre Expertise im Bereich der kooperativen intelligenten Verkehrssysteme (C-ITS), der Entwicklung von Warnstrategien für vulnerable Verkehrsteilnehmende (VRUs) sowie der Analyse und Echtzeit-Verarbeitung raumzeitlicher Daten ein. Salzburg Research verfügt über langjährige Erfahrung in Forschung und Umsetzung von C-ITS-Systemen. Diese umfassende Expertise fließt direkt in die Konzeption, Implementierung und Evaluierung von Proof-of-Concept-Prototypen unter realen Bedingungen ein. Darüber hinaus ist Salzburg Research für die Umsetzung des Use Cases „Warnung von verletzlichen Verkehrsteilnehmenden“ verantwortlich und führt dazu einen dreimonatigen Demobetrieb an einer Kreuzung in Salzburg durch.