Wenn der Ski zur Hüttenpause rät

2020-03-01:

Vom Labor auf die Piste: Im Salzburger COMET-Kompetenzzentrum Digital Motion wird gegenwärtig innovative Sensorik entwickelt und getestet, die das Skifahren in Zukunft noch smarter machen könnte. Bei Ermüdungserscheinungen könnte die Skiausrüstung zu einer Pause raten.

Sport soll Spaß machen – nur so wird er zum integralen Bestandteil des Lifestyles. Im Rahmen des von Salzburg Research geleiteten COMET-Kompetenzzentrums Digital Motion erarbeiten Industriebetriebe gemeinsam mit Forschungsinstituten smarte Lauf- und Skiausrüstung. Im ersten Jahr fand dazu eine Reihe von Laborstudien statt, darunter auch am Skilaufband der Skimittelschule Windischgarsten. Die Teilnehmer/-innen zogen dafür 30 bis 45 Minuten lang am Laufband ihre Schwünge. Verschiedene Sensorkonfigurationen wurden getestet. Dabei kamen sowohl am Körper getragene Sensoren wie auch stationäre Umgebungssensoren zum Einsatz. Zahlreiche biomechanische und psychophysiologische Parameter wurden damit erfasst: Ausatmungsgase, Muskelaktivität, Sauerstoffsättigung der Muskeln, Daten aus Drehraten- und Beschleunigungssensoren sowie Herzfrequenzvariabilität und Atemmuster. Ziel ist herauszufinden, wie qualitative und bis dato oft nur subjektiv einschätzbare Ermüdungserscheinungen wie zum Beispiel schwere Beine oder Materialermüdung messbar gemacht werden können. Bei einigen Anwendungen können wir auf bereits funktionierende Sensorsysteme aus früheren Forschungsprojekten von Salzburg Research zurückgreifen, bei anderen Sensoren wie bei piezoelektrischen Folien ist die Forschung noch sehr experimentell. Die Erkenntnisse aus dem Labor werden nun laufend auf der Piste unter realen Bedingungen getestet. Künftig sollen sowohl Profi- wie auch Hobbysportler/-innen von ideal angepasster Skiausrüstung profitieren.

Ansprechperson

Elisabeth Häusler
T: +43/662/2288-424,
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob Haringer Straße 5/3, A-5020 Salzburg