Digitale Assistenz und kollaborative Robotik

2020-09-09:

Menschen in der Produktion sinnvoll unterstützen: Digitale Assistenzsysteme und kollaborative Roboter können monotone und belastende Arbeiten abnehmen und bei der Bewältigung der immer größer werdenden Variantenvielfalt helfen. Salzburg Research lud im September 2020 im Rahmen des österreichischen Leitprojektes MMAssist II sowie des Digitalen Transferzentrums Salzburg zu zwei Workshops, die Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsbeispiele für Unternehmen sowie Ergebnisse und Lessons learned aus angewandter Forschung und Industrie zeigten.

Workshop: Kollaborative Robotik im industriellen Umfeld

Am Vormittag luden Salzburg Research und die FH Salzburg im Rahmen des Digitalen Transferzentrums (DTZ) zu einem Workshop in der Kleingruppe:

Wenn Mensch und Roboter ohne trennende Schutzeinrichtung einen Arbeitsraum teilen sollen, dann stellt das Unternehmen vor eine Reihe neuer Herausforderungen. Welche Software ist für meine Steuerungssysteme die richtige und wie erfolgt die informationstechnisch sichere Umsetzung? Welche Kooperationsformen gibt es überhaupt, wie kann ich diese in meinem Unternehmen einsetzen und welche Sicherheitsfaktoren sind zu beachten? Das und mehr war Thema beim kostenlosen, interaktiven Workshop „Kollaborative Robotik – Mensch und Roboter im industriellen Umfeld“. Die Teilnehmer/-innen erhielten einen Überblick über Kollaborationsformen, Robotertypen und Einsatzmöglichkeiten sowie konkrete Anwendungsbeispiele für  Unternehmen. 


Wege zur Cyber-Factory: Digitale Assistenz und kollaborative Robotik

Am Nachmittag lud Slzburg Research im Rahmen des österreichischen Leitprojektes „MMAssist“ zum Erfahrungsaustausch zur Zusammenarbeit von Mensch und Maschine: Optimierte Unterstützung von Mitarbeiter/innen am Arbeitsplatz durch kollaborative Roboter und industrielle Assistenzsysteme. Ergebnisse und Lessons learned aus angewandter Forschung und Industrie.

Matthias Plasch (PROFACTOR) zeigte in der Einleitung einen Überblick über das österreichischen Leitprojekt MMAssist. Michael Zillich (Blue Danube Robotics) spannte in der Keynote zu sicherer Assistenz in der Industrie den Bogen von Cobots hin zu kollaborativen Schwerlastanwendungen. Wernher Behrendt (Salzburg Research) gab in seinem R&D-Vortrag Einblicke in die wissensbasierte Situationserkennung zur Unterstützung industrieller Montageprozesse. Für diesen Forschungsbereich innerhalb des österreichischen Leitprojektes MMAssist erhielt Behrendt im August den Best Paper Award bei der 2020 IEEE Conference on Cognitive and Computational Aspects of Situation Management (CogSIMA). Stefan Thalhuber (Fronius International GmbH) ermöglichte in seinem Praxis-Vortrag Einblicke in die Fertigung im Zeitalter von Digitalisierung und Automatisierung.

Die Vortragenden (v.l.n.r.): Wernher Behrendt (Salzburg Research), Stefan Thalhuber (Fronius), Rolf Sint (Swarovski), Michael Zillich (Blue Danube Robotics), Alexander Numrich (GMAR), Felix Strohmeier (Salzburg Research), Matthias Plasch (Profactor)

Alexander Numrich (GMAR) stellte im zweiten Teil der Veranstaltung die Robotik Initiative Österreich vor. In einem weiteren R&D-Vortrag zeigte Matthias Plasch (PROFACTOR) Event-basiertes Knowlege Engineering zur intuitiven Programmierung von Assistentenzystemen in der Montage. Abschließend berichtete Rolf Sint (D. Swarovski KG) anhand von Image Recognition @ Swarovski über den Einsatz von Machine Learning bei Swarovski.

Moderation: Felix Strohmeier, Salzburg Research

Die Nachmittagsveranstaltung fand hybrid sowohl vor Ort mit strengen Covid-19-Auflagen wie auch digital statt. Wir bedanken uns herzlich bei allen Vortragenden wie auch Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Ansprechperson

Felix Strohmeier
T: +43/662/2288-443,
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob Haringer Straße 5/3, A-5020 Salzburg