CeBIT2009: Zuseher wollen interaktives Fernsehen - Salzburg Research Forschungsgesellschaft

CeBIT2009: Zuseher wollen interaktives Fernsehen

2009-02-06:

Rund 500 ZuseherInnen nahmen im August beim TV-Experiment ‚Olympia interaktiv‘ des EU-Forschungsprojektes ‚LIVE-Staging of Media Events‘ teil (update berichtete dazu in der vergangenen Ausgabe). Mehr als die Hälfte der NutzerInnen gaben im Anschluss im Rahmen einer GfK-Umfrage ihre Meinung ab. Der überwiegende Teil der ZuseherInnen (85 Prozent) bewerten interaktives TV mit ’sehr gut‘. Die höchste Zufriedenheit zeigten jene, die das interaktive Olympia-Programm an allen drei Übertragungswochenenden genutzt haben. Geschätzt wurde die Möglichkeit, selbst Programmgestalter zu sein. Besonders die interaktiven Elemente, wie z.B. Voting, haben es den Fernsehkonsumenten angetan. Und geht es nach den Wünschen der ZuseherInnen, könnte dies noch öfter angeboten werden. Menüführung und Navigation wurden als besonders benutzerfreundlich bewertet. Der Ein- und Ausstieg in die Anwendung und der Wechsel zwischen den angebotenen Kanälen hätte jedoch etwas rascher passieren können.

Technologisches Herzstück
Bewährt haben sich im Feldversuch auch die im Hintergrund laufenden technischen Informationssysteme. Das von Salzburg Research entwickelte Intelligent Media Framework etwa empfing und verarbeitete im ORF-Zentrum pro gesendeter Stunde 12.000 Nachrichten, verknüpfte und filterte diese und unterstützte dadurch den Produktionsleiter bei seinen Entscheidungen.

Das Ergebnis der ZuschauerInnenanalyse gibt Grund zum Optimismus, denn die Nutzungsbereitschaft für die Zukunft ist außergewöhnlich hoch. Genannt wurden Weltmeisterschaften, Wahlberichterstattung und Großereignisse aus dem Kulturbereich.
Beispielhafte O-Töne der ZuseherInnenschaft: „… ich fühle mich persönlich angesprochen und habe das Gefühl, für die SendungsmacherInnen wichtig zu sein …“ „Die Menüleiste war sehr übersichtlich und enthielt zum raschen Überblick nur das Allerwesentlichste.“ „… je nach Ereignis und Möglichkeit – noch mehr Kanäle …“