Salzburg Research Chronik

Vorgeschichte – Die Zeit vor Salzburg Research
1996 ging aus der Synergie des Telekom Research Centers der Fachhochschulstudiengänge und dem Institut für Informationsökonomie und neue Medien die Techno-Z Forschungs- und Entwicklung GmbH unter der Leitung von Prof. Dr. Peter A. Bruck hervor. Die außeruniversitäre Forschungseinrichtung expandierte stark und entwickelte sich zu einer festen Größe in der europäischen Forschungslandschaft.
Schon damals waren die Forschungsthemen rund um die Informations- und Kommunikationstechnologien interdisziplinär und breit gefächert: technologische Forschung und Entwicklung sowohl an der Basis des Internet (Telekommunikation, Quality of Service, Testen und Messen, Protokolle und Algorithmen) wie auch im Inhalte-Bereich (Content Engineering, Workflow-Optimierung, Middleware, e-Commerce, Hypermedia und Wissensmanagement), begleitet von sozialwissenschaftlicher Forschung zur Transformation der Informations- und Wissensgesellschaft.

Von der Gründerzeit bis zur Neuzeit (2000-2010)
Im Jahr 2000 – am 19. Jänner 2000 – wurde das Land Salzburg Alleineigentümer der Forschungsgesellschaft. Seit diesem Jahr trägt die nunmehrige Landesforschungsgesellschaft den Namen „Salzburg Research Forschungsgesellschaft“. Mit diesem Engagement sowie dem Forschungs- und Wissenschaftsleitbild (2001) und der Etablierung des Wissenschafts- und Forschungsrats (2002) schärfte und stärkte das Land Salzburg das Profil des Bundeslandes als Forschungsstandort.

Das Internet ist mittlerweile nicht mehr wegzudenkende Basis für zahlreiche kommerzielle und gesellschaftliche Bereiche geworden. Hohe Abhängigkeit und enormes Wachstum kennzeichnen diese Entwicklung. Zur Zeit verdoppelt sich die Information im Netz alle 11 Stunden! Und dennoch – die Konzepte und Technologien des Internet stammen aus den 1970/80er-Jahren und stoßen zunehmend an ihre Grenzen: Die Komplexität der Anwendungen und des Netzwerkmanagements und somit der Anforderungen an das Netz steigen.
Analog zur rapiden Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien und Neuen Medien in den letzten 10 Jahren entwickelten sich auch die Forschungsschwerpunkte der Landesforschungsgesellschaft im Themenbereich „Future Internet“:

  • Das Knapp-werden der IP-Adressen sowie gestiegene Qualitätsanforderungen und verstärkte Sicherheits- und Datenschutzbedenken durch neue Anwendungsarten im Internet erforderten neue Forschungsarbeit zugunsten zuverlässiger Netzwerktechnologien im „Internet der Dinge“.
  • Veränderte Rahmenbedingungen durch das Web 2.0, die explosionsartige Zunahme, die breite Verfügbarkeit und die zunehmende Vernetzung von Inhalten und Diensten sowie das Eindringen der neuen Medien in sämtliche Bereiche des täglichen Lebens führten zu einem steigenden Bedarf an neuen Wissens- und Medientechnologien.
  • Neue mobile Dienste und Technologien – die Wandlung vom Handy zum Smartphone, mobiles Internet, Satellitennavigation und ortsbasierte Dienste – boten neue Möglichkeiten im Beruf wie in der Freizeit. Die Bedürfnisse mobiler Menschen werden durch entsprechende Forschungstätigkeit begleitet und vorangetrieben – von professioneller Transportlogistik bis hin zur Orientierung zu Fuß und auf der Skipiste.
  • Erfolgreich und nachhaltig sind derlei Innovationen jedoch nur durch eine stimmige Verbindung von Mensch, Organisation, Inhalten und Technik. Salzburg Research begleitet mit seinem interdisziplinären Know-how und unterstützt Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in gesellschaftlichen und ökonomischen Fragestellungen.

Darüberhinaus war der Technologie- und Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Weiterqualifizierung des Forschungsnachwuchses immer ein wichtiger Aspekt der Salzburg Research Forschungsarbeiten.

Die letzten 10 Jahre waren von einem enormen quantitativen und qualitativen Wachstum geprägt – und zwar sowohl in Bezug auf die Forschungsgesellschaft Salzburg Research selbst wie auch dem Forschungsbereich „Future Internet“. Diese Geschichte gilt es in den kommenden Jahren weiterzuschreiben – sowohl als anerkannte Größe in den EU-Rahmenprogrammen, als auch als erste Ansprechadresse für IKT-Forschung in Salzburg.