Infowood

Hannes Selhofer, Roman Winkler (2000): Infowood Österreichs Holzindustrie in der Informationsgesellschaft

Mit Beiträgen von Erhard Bojanovsky, Reinhard Lackner, Anne Kapeller, Gerhard Felber und Anton Schwarz

Holz nimmt in Salzburg, einem der waldreichsten Bundesländer Österreichs, seit jeher einen hohen Stellenwert ein. In etwa 8 % des Bruttoregionalprodukts werden von der Holzwirtschaft erwirtschaftet und nahezu 10.000 Salzburger sind hier beschäftigt. Am Wendepunkt zur digitalen Ökonomie muss sich aber auch ein traditioneller Sektor wie die Holzwirtschaft neu orientieren. Das Buch Infowood (Hrsg.: Hannes Selhofer/ Roman Winkler) schildert die Situation der österreichischen Holzindustrie im Zeitalter der digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien. Es analysiert die Wertschöpfung in diesem Wirtschaftssektor in Salzburg und Österreich, erläutert die strukturellen Probleme und zeigt potenzielle Anwendungsfelder für neue Technologien auf.

Infowood entstand aus einem gleichnamigen, von der Europäischen Union teilfinanzierten Pilotprojekt (Projektleitung: Techno-Z Salzburg). Dieses Projekt hat gezeigt, dass interaktive Kooperationsplattformen den Klein- und Mittelbetrieben der Holzindustrie neue Formen der Zusammenarbeit und der Kommunikation eröffnen können. Das Buch dokumentiert die Projektergebnisse.

In den vergangenen Jahrzehnten traten in der Holzwirtschaft signifikante, strukturelle Veränderungen ein, die im industriell-gewerblichen Bereich an der Entwicklung der Sägeindustrie besonders deutlich sichtbar werden. Seit 1960 hat die Salzburger Sägeindustrie das Produktionsvolumen um ca. 50 % ausgeweitet, während die Zahl der Betriebe von 300 auf knapp 100 zurückging und sich die Zahl der Beschäftigten um 60 % auf 950 reduzierte.Im gleichen Zeitraum erhöhte sich das Industriepotenzial Salzburgs deutlich: Ein Indikator dafür ist wiederum die Sägeindustrie, die 1960 einen Anteil von 62% am Gesamtexport der Salzburger Industrie hatte, während es heute mit einem wesentlich höheren Exportvolumen nur noch ca. 5% sind.

Diese Strukturveränderungen bewirkten zögerliche und – etwa im Vergleich zu Norditalien – späte Bemühungen, die allesamt darauf abzielen, durch zusätzliche Weiterverarbeitungsschritte eine höhere Wertschöpfung zu erreichen. Das Buch „Infowood“ ist ein Denkanstoß, in welche Richtung die Initiativen dazu gehen können.

Selhofer, Hannes / Winkler, Roman (2000): Infowood – Österreichs Holzindustrie in der Informationsgesellschaft. Mit Beiträgen von Erhard Bojanovsky, Reinhard Lackner, Anne Kapeller, Gerhard Felber und Anton Schwarz. Frankfurt / Main: Peter Lang Verlag. 170 Seiten.

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