Grenzüberschreitende Integration von erneuerbarer Energie - Salzburg Research Forschungsgesellschaft
Callia Erneuerbare Energie

Grenzüberschreitende Integration von erneuerbarer Energie

2016-07-01:

Erneuerbare Energien sind enorm volatil: Scheint die Sonne, wird Strom erzeugt. Scheint keine Sonne, dann nicht. In regionalen Verteilnetzen müssen Überschüsse oder Unterversorgung stets ausgeglichen werden. „Insbesondere bei grenzüberschreitenden Fällen läuft dieser Ausgleich bislang nur über überregional operierende Übertragungsnetzbetreiber. Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts CALLIA wird untersucht, inwieweit ein direkter Lastausgleich benachbarter Verteilnetze zweier Länder die Integration Erneuerbarer Energien erleichtern kann“, sagt Jia Lei Du, Projektleiter bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft und Koordinator der österreichischen Aktivitäten. Das Forschungsvorhaben unterstützt den direkten, dezentralen Lastausgleich und Stromhandel von benachbarten Ländern oder Regionen. „Ein derartiger Austausch muss dynamisch und zuverlässig koordiniert werden. Salzburg Research entwickelt dafür essentielle IKT-Komponenten für die Kommunikation, den Energiehandel sowie die Ansteuerung von erneuerbaren Energieressourcen und Zwischenspeichergeräten“, sagt Salzburg Research-Forscher Du.

Neben Salzburg Research sind zwei weitere österreichische Institutionen eingebunden. Blue.Sky Energy bringt Expertise und Hardware im Bereich der Batterietechnologien ein. Die Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität Wien entwickeln optimierte Geschäftsmodelle und Handelsstrategien.

Europas ambitionierte Klimaschutzziele erfordern eine sichere und vollumfängliche Einbindung Erneuerbarer Energien auf allen Ebenen des Stromnetzes. Ziel ist eine effizientere Einbindung dezentraler Energien sowie eine Stabilisierung des gesamteuropäischen Stromnetzes. Dafür haben sich Netzbetreiber, Forschungseinrichtungen sowie Industrieunternehmen aus Deutschland, Österreich, Belgien und der Türkei zu einem multilateralen Projektkonsortium zusammengeschlossen.

Am 1. Juli 2016 fiel der offizielle Startschuss für das CALLIA-Projekt. In den nächsten 33 Monaten erforscht das multinationale Konsortium die Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Integration von Erneuerbaren Energien ins europäische Stromnetz, um die Energieziele der Europäischen Union zu erreichen. CALLIA gehört zum europäischen Förderprogramm ERA-Net Smart Grids Plus. Die Projektkosten belaufen sich auf knapp 4,9 Mio. Euro.

Mehr Informationen und Vorstellung des Partnerkonsortiums: Presseinformation CALLIA

Ansprechperson

Jia Lei Du
T: +43/662/2288-446,
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob Haringer Straße 5/3, A-5020 Salzburg