Die Europäische Digitale Bibliothek: Langfristige Erhaltung des digitalen Kulturerbes als europäische Herausforderung

2006-06-21:

Pressegespräch
21. Juni 2006, Residenz zu Salzburg, Ritter Saal, 9:00 – 10:00 Uhr
Im Rahmen der internationalen Konferenz
An Expedition to European Digital Cultural Heritage
Collecting, Connecting – and Conserving?

Die österreichische Ratspräsidentschaft widmet ihre große internationale Kulturerbekonferenz
in Salzburg den letzten Entwicklungen beim wohl bedeutendsten europäischen
Kulturerbeprojekt der kommenden Jahre: der Verwirklichung einer Europäischen Digitalen
Bibliothek und eines digitalen Kulturerberaumes. In einer Welt rasanter technologischer
Veränderung stellt Österreich die Frage nach Strategien zur langfristigen Sicherung von
digitaler Information.

Verlieren wir unser kulturelles Gedächtnis?
Anfang dieses Jahres hat die EU-Kommission ihr Strategiepapier zur Verwirklichung der Europäischen
Digitalen Bibliothek veröffentlicht. Die Digitale Bibliothek soll der Eckpfeiler eines
späteren gemeinsamen europäischen Kulturraumes sein und den Bürgerinnen und
Bürgern Online-Zugang zu geschriebenem und audiovisuellem kulturellen Erbe bieten. Sie
wird Bestände aus Museen, Bibliotheken und Archiven der europäischen Mitgliedstaaten
umfassen und die langfristige Bewahrung unseres Kulturerbes gewährleisten.
„Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Museen, Bibliotheken und Archiven in der
Europäischen Union, zwischen Staat und Privat, werden notwendig sein, um Projekte zu
verwirklichen, die der einzelne Staat nicht alleine bewältigen kann“, so Armin Mahr, Experte
für europäische und internationale Kulturpolitik des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft
und Kultur.

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