5G: bahnbrechende Zukunftstechnologie oder Hype?

2019-07-12:

Die fünfte Mobilfunkgeneration 5G ist in aller Munde und die Regierung hat eine eigene 5G-Strategie ausformuliert. Ist dieser Hype im Sinne einer bahnbrechenden technologischen Neuerung gerechtfertigt oder ist es die bloße Fortsetzung früherer Mobilfunkstandards? Was ist bei 5G anders als bei den Vorgängergenerationen? Gibt es bereits konkrete Anwendungen? Werden erst durch 5G gezielte E-Health bzw. telemedizinische Applikationen, die Produktion bzw. Fabrik der Zukunft, Smart Grids oder Smart Cities bzw. das automatisierte Fahren ermöglicht?

Welche infrastrukturellen Voraussetzungen sind notwendig, um den 5G-Rollout umzusetzen? Viele aktuelle und zukünftige Anwendungen erfordern hohe Bandbreiten, die sich erst mit einer entsprechenden Infrastruktur umsetzen lassen. Während 5G vorerst aber nur in den Ballungsräumen verfügbar sein wird, stellt sich die Frage, ob auch die Regionen von einer breitflächigen Ausrollung profitieren bzw. wie in technologischer Hinsicht die Voraussetzungen für den digitalen Transformationsprozess flächendeckend geschaffen werden können?

Zu diesen Fragen lud die Wirtschaftskammer Salzburg am 11. Juli 2019 zu einer Enquette. Nach einem Impulsvortrag der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH zur Vergabe der Lizenzen zeigten Vertreter von Salzburg AG, A1 Telekom Austria AG und Magenta Telekom unterschiedliche Lösungsansätze auf Basis von 5G. Im Anschlus diskutierten Expertinnen und Experten, darunter Peter Dorfinger, Forschungslinienleiter Intelligent Communication Technologies der Salzburg Research Forschungsgesellschaft, über zentrale Fragestellungen: Chancen für die Wirtschaft, was heute schon geht und was zukünftig möglich sein wird.

Zuverlässigkeit 5G

5G ist aktuell eines der zentralen Forschungsthemen der Salzburg Research. Wir forschen hier an der Zuverlässigkeit von 5G, da gerade dies einer der wichtigsten zentralen Herausforderungen für die Vernetzung von Maschinen, Fahrzeugen und Robotern darstellt. Peter Dorfinger betonte die Notwendigkeit der unabhängigen Kontrolle und Überwachung der Netzwerke in kritischen Prozessen. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass die Unternehmen Vertrauen in die neue Technologie haben. Wir fokussieren darauf, dass diese Zuverlässigkeit auch unabhängig überprüft werden kann und entwickeln dafür Mess- und Monitoringmethoden. Damit soll gewährleistet werden, dass Nutzer/-innen von 5G die Versprechen der Hersteller oder Betreiber unabhängig kontrolliert werden können.

Bilder: Shutterstock, Kolarik

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Peter Dorfinger
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