Studienkatalog zur digitalen Transformation durch Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle

Markus Lassnig, Petra Stabauer, Georg Güntner, Gert Breitfuß (2016): Studienkatalog zur digitalen Transformation durch Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle Band 1 der Studie im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms "Produktion der Zukunft". Salzburg / Wien.

Studienkatalog Industrie 4.0Der vorliegende Studienkatalog zur digitalen Transformation durch Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle umfasst den Stand von Studien und Publikationen in deutscher und englischer Sprache zu den Themenfeldern „Industrie 4.0“, „Industrial Internet“, „Internet of Things“, „Internet der Dinge“, „neue Geschäftsmodelle“ und der entsprechenden digitalen Transformation der Wirtschaft, mit einem Schwerpunkt auf den DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Per Anfang Juni 2016 wurden knapp 90 entsprechende Studien / Reports / Bücher und sonstige Publikationen identifiziert. Der Studienkatalog umfasst ein detailliertes Literaturverzeichnis inklusive Online-Links zum Download (wo verfügbar) und gibt einen ausgezeichneten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Thema.

Zusammenfassung

Zum schnellen Einstieg in die Materie für interessierte Leser wurden aus den angeführten knapp 90 Titeln die 14 Relevantesten bzw. Passendsten für einen guten Überblick über das Thema rezensiert. Grob zusammengefasst lässt sich aus diesen Rezensionen folgende Conclusio ziehen:

  • Über die transformative Kraft von Industrie 4.0 mit weitreichenden Auswirkungen auf Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle herrscht Einigkeit. Der Grundtenor lautet, dass wir hier erst am Beginn der Entwicklung stehen und in den nächsten Jahren eine umfassende Durchdringung der Wirtschaft mit Industrie 4.0-Technologien und -Konzepten erwarten können. Die erwarteten Auswirkungen werden sowohl auf einzelbetrieblicher wie auch auf volkswirtschaftlicher Ebene durchschlagen. Es ist kein ausschließlich technisch-operatives Thema, sondern es spielt auf Geschäftsmodell-Ebene und birgt damit Implikationen für die Fundamente der Wertschöpfung.
  • Deutschland ist sowohl markttechnisch wie auch bezüglich der Autorenschaft der Studien führend, aber auch in Österreich und der Schweiz nimmt das Thema Industrie 4.0 speziell in den letzten beiden Jahren massiv Fahrt auf.
  • Branchenverbände und politische Instanzen spielen eine tragende Rolle. Daneben forcieren aber auch klassische Consulting-Unternehmen das Thema Industrie 4.0 in ihren Aktivitäten.
  • Auch Industrie 4.0 und KMUs werden nicht als Widerspruch gesehen. Speziell die Anwendung in mittelständischen Unternehmen wird als Katalysator für die Industrie 4.0-Durchdringung der Wirtschaft als Ganzes betrachtet. Dabei müssen KMUs aber doch andere Startvoraussetzungen, Einschränkungen wie auch Chancen berücksichtigen, die sich ganz wesentlich von der Situation für Großkonzerne unterscheiden.
  • Neben rein wirtschaftlich-industriell getriebenen Analysen tauchen (neuerdings) auch vermehrt gesellschaftliche Fragestellungen im Zusammenhang mit Industrie 4.0 auf: Von Fragen der Datensicherheit zur Qualität der Ausbildung bis zu generellen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

 

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